TV Hösel: „Wir gehen voran in Ratingen“

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Hösel. Lange hat es gedauert, aber nun kann der Vorstand des TV Hösel 1901 verkünden, dass er als erster Ratinger Verein Mitglied im Qualitätsbündnis gegen sexualisierte und interpersonelle Gewalt des Landessportbunds NRW ist.

Was bedeutet nun sexualisierte oder interpersonelle Gewalt? Gemeint sind der gezielte Klaps auf den Po oder die Kopfnuss vor der Hallentür, völlig egal, ob der Täter ein Kind, ein Jugendlicher oder im schlimmsten Fall ein Erwachsener war. Gerade in einer Zeit, in der die Kriminalstatistik bezüglich Sexual- oder Gewaltdelikten nach oben schnellt, wollte der TV Hösel für seine Mitglieder eine Möglichkeit schaffen, sich mit ihren Ängsten und Nöten an sensibilisierte Übungsleiter zu wenden.

Um diesem Komplex gerecht zu werden, fing der Verein im Jahr 2022 an, sich näher mit dem Thema sexualisierte Gewalt im Sportverein zu beschäftigen. Es war jedoch schnell klar, dass dies kein Sprint, sondern eher ein Marathon werden würde. Zunächst nahmen Britta Marwede-Zaehle und Bernd Rohr an Schulungen zu diesem Thema teil, so dass sie für alle Übungsleiter und Mitglieder des Vereins als Ansprechpartner zur Verfügung stehen.

Der Verein entdeckte, dass der Landessportbund, bei entsprechender Qualifizierung, die Mitgliedschaft in einem Qualitätsbündnis anbietet. Also beschloss der Vorstand des Vereins, sich diesem anzuschließen. Anfang des Jahres 2023 stellte der Verein dann den Antrag an den LSB. In der darauffolgenden Zeit mussten zehn Kriterien erarbeitet und erfüllt werden. So durchliefen zum Beispiel alle 90 Übungsleiter und Übungshelfer des TV Hösel entsprechende Schulungen. Es wurde eine Risikoanalyse und daraus resultierend ein Kinderschutzkonzept erarbeitet. Für all die Mühe und Arbeit wurde dem Verein im Januar 2026 die Mitgliedschaft verliehen. Die offizielle Urkunde überreichte dann im April der KSB Mettmann.

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