Stammkorps: 1000 Euro für Friedensdorf Oberhausen

Werbung

Lintorf. Es ist ein soziales Projekt, welches Josef Melchert vom Stammkorps Lintorf, einer Formation der St. Sebastianus Schützenbruderschaft Lintorf 1464, gemeinsam mit seiner Frau Elisabeth unlängst ins Leben rief: ein Grünkohlessen für den guten Zweck (Stammkorps: Grünkohlessen fürs Friedensdorf). 1000 Euro überreichte jetzt Josef Melchert (rechts) an Natalie Broll vom Friedensdorf Oberhausen (links).

Auch in diesem Jahr lud Familie Melchert die Mitglieder und Familien vom Stammkorps Lintorf zum traditionellen Grünkohlessen ein. Der Grünkohl wurde vom Ehepaar Melchert gestiftet und gekocht; der Glühwein dazu kam von Familie Mingers.

Anders als in den Vorjahren sollte der Erlös für Essen und Trinken erstmals einem guten Zweck dienen. Ausgesucht hatte Familie Melchert sich das rein aus Spenden finanzierende Friedensdorf International in Oberhausen. Insgesamt kamen beim Grünkohlessen einschließlich einiger großzügiger Spenden 1000 Euro zusammen. Die Spende überreichte am Mittwoch Josef Melchert an Natalie Broll, Leiterin Öffentlichkeitsarbeit des Friedensdorfes. Diese Spende wird für die Arbeit und die medizinische Betreuung in der Oberhausener Heimeinrichtung verwendet.

Derzeit befinden sich dort 276 Kinder aus acht Nationen in der Betreuung. Die teils schwerkranken Kinder werden aus den Krisengebieten herausgeholt und mit gecharterten Flugzeugen für größere Gruppen oder einzelnen Plätzen in Linienflügen bei kleineren Gruppen nach Deutschland gebracht. Sie alle haben zum Teil erhebliche gesundheitliche Schäden, die in ihren Heimatländern nicht behandelt werden, zum Beispiel Knochenentzündungen und -brüche, Verbrennungen, orthopädische Fehlstellungen, Verletzungen von Explosionen. Ausgewählt für die Behandlung in Deutschland werden die Kinder gemeinsam mit Partnerorganisationen vor Ort wie dem afghanischen Roten Halbmond. Die Zielländer für diese humanitären Hilfen sind Afghanistan, Angola, Gambia, Iran/Syrien, Tadschikistan, Usbekistan und Kirgistan.

Hier in Deutschland werden die Verletzungen der Kinder medizinisch behandelt. Das ist je nach Schwere der einzelnen Verletzung unterschiedlich langwierig. Sobald die Kinder wieder gesund sind, werden sie auf die Rückkehr in ihre Heimat vorbereitet. Es geht dann wieder zurück nach Hause zu den Eltern, wo sie auch gern wieder hin wollen. Viele von ihnen kommen aus Großfamilien. Sie haben trotz aller Fürsorge im Friedensdorf natürlich Heimweh zu ihren Familien, Verwandten, Geschwistern und Freunden. Auf diesem Wege des Austauschs wird ein ständiger Wechsel zwischen Neuankömmlingen und gesundeten Kindern aufrecht erhalten.

Foto: privat