Lintorf. Heute wagen wir wieder einmal den Versuch ein Brot selbst zu backen. Im Netz finden sich unzählige Rezepte, die ein schnelles Gelingen garantieren. Die Kombination aus Dinkel und dem proteinreichen Skyr lockt uns schon länger. Zum Backen verwenden wir einen Steinguttopf, der uns sonst zur Aufbewahrung des Brotes dient. Er ist ofenfest und das Brot wird darin besonders knusprig. In einem Römer- oder Gusseisentopf mit Deckel kann man es auch backen. Am einfachsten gelingt es mit einer guten Küchenmaschine, die die Teigmenge gut bewältigen kann. Wer mit den Knethaken arbeiten muss, sollte die Hälfte der angegebenen Mengen verarbeiten und ein kleineres Brot backen. (Kastenform)
Für ein großes Brot: 400g lauwarmes Wasser, 1 Tütchen Trockenhefe, 1 Tl Honig, 500g Dinkelmehl, 200g Vollkornweizenmehl, 50g Roggenmehl 1150 (gibt dem Brot eine noch kräftigere Note), 3 Tl Salz, 50g Leinsamenschrot*, 130g Skyr
Das Wasser in die Schüssel der Küchenmaschine geben. Trockenhefe und Honig hinzufügen und verrühren. Während das Hefewassergemisch ein wenig ruht, das Mehl abwiegen und alle Sorten in einer großen Schüssel mit dem Salz und dem Leinsamenschrot gut vermischen. Die Mehlmischung auf das Hefewasser gießen, den Skyr hinzufügen und alles mit der Küchenmaschine auf mittlerer Stufe etwa 5 Minuten verkneten. Der Teig sollte noch recht weich und leicht klebrig sein.

Den Teig mit einer Teigkarte in der Schüssel vom Rand her nach und nach zur Mitte hin ziehen. So entsteht eine schöne glatte Teigkugel. Die Schüssel abdecken und den Teig eine Stunde bei Zimmertemperatur ruhen lassen. (Diese Zeit braucht die Hefe wirklich, um ihre volle Wirkung zu entfalten.) Den Brotbacktopf von Krümeln befreien und leicht einölen, damit das neue Brot nach dem Backen nicht kleben bleibt.

Den Teig nach der Ruhezeit mit der Teigkarte leicht vom Rand der Schüssel lösen und vorsichtig in den Brottopf gleiten lassen. Den Teig mit leicht gemehlten Händen vorsichtig andrücken und anschließend mit einem scharfen Messer (Klinge möglichst mit Wellenschliff) nach Wahl mehrmals einritzen. Den Deckel aufsetzen und das Brot in den kalten Backofen setzen. Den Ofen auf 230°C Ober- und Unterhitze** einstellen und das Brot in der geschlossenen Form 50 Minuten backen. Danach den Ofen öffnen und den sehr heißen Deckel vorsichtig mit Topflappen abnehmen und auf einem Kuchenrost ablegen. Das Brot nun noch weiter 10 – 15 Minuten backen bis die gesamte Oberfläche knusprig braun ist. Das gelingt besonders gut, wenn man die Oberfläche mit Hilfe einer Sprühflasche leicht mit Wasser benetzt oder einen Dampfstoß im Ofen zugibt. (Dann müsste ggf. das Backprogramm zu Beginn entsprechend eingestellt werden) Den Topf aus dem Ofen nehmen und auf einem Kuchenrost etwa 5 Minuten abkühlen lassen bevor man ihn vorsichtig kippt und das Brot herausgleiten lässt. Nun braucht das Brot noch etwa 1,5 – 2 Stunden bevor man es gut anschneiden kann. Danach ist aber Schlemmen angesagt, am besten einfach nur mit ein wenig guter Butter und etwas Salz.

*Leinsamenschrot kann man auch weg lassen, dann aber bitte nur 350ml Wasser verwenden. **Wer einen Dampfbackofen hat, kann ihn auf gleiche Temperatur aber mit 1 Dampfstoß einstellen.
Das Brot gelingt immer, da das lästige Kneten oder Falten des Teiges bei diesem Rezept entfällt. Ein großes Brot halbieren wir, verzehren die erste Hälfte und frieren die zweite für später ein.


