Digitaler Impfpass: Insgesamt positives Resümee

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Lintorf. Nach gut zwei Wochen mit dem digitalen Impfpass zieht der Lintorfer Apotheker Walter Leven ein positives Resümee. Dazu beigetragen hätten wesentlich auch die vielen geduldigen „Antragstellerinnen“.

 Seit dem Start der Aktion „Digitales Impfzertifikat“ sind jetzt zwei Wochen vergangen. Der Lintorfer berichtete: Digitaler Impfpass in Lintorfer Apotheke. „Insgesamt ist unser Resümee positiv“, sagt Walter Leven im Gespräch mit dem Lintorfer. Dabei war der Beginn durch Serverabstürze, notwendige Aktualisierungen der Smartphone-APPs und unklare Bestimmungen schon mühsam.

„Die Menschen, die bei uns ein Zertifikat erstellt haben möchten, haben ihre Unterlagen (Impfnachweis, Personalausweis) in der Regel vollständig dabei“, so Leven. Nur sehr selten passiere es, dass wegen fehlender Nachweise kein Zertifikat erstellt werden könne.

Wenn der Ansturm auf den Server beim Robert-Koch-Institut nicht gerade riesig ist, sind die Reaktionszeiten im Netz ganz passabel, stellt der Apotheker fest. Während in den ersten Tagen die Zertifikate in Spätschichten von der Lintorfer Apotheke erstellt wurden, gibt es heute nahezu keine Wartezeiten mehr. „Unsere Kunden können ihr Zertifikat meist gleich mitnehmen“, sagt Leven.

Schlecht findet Walter Leven, dass bei Menschen, die die Krankheit überstanden haben, nach nur einer zusätzlichen Impfung kein gleichwertiger Status eingetragen werden kann wie bei denjenigen, die sich zweimal haben impfen lassen.

Immer noch sei es nicht möglich, Fehler zu korrigieren, die beim Übertragen der Daten gemacht wurden, egal ob im Prozess der Zertifikatserstellung oder beim Einspielen auf dem Smartphone.

Überhaupt seien Menschen ohne ein Smartphone oder mit wenig Übung im Umgang damit benachteiligt. Es gibt keine Möglichkeit, den 2D-Strichcode in analoger Form zur Nutzung durch Dritte außer Polizei und Zoll zur Verfügung zu stellen.

„Deshalb haben wir auch den Service wieder eingestellt, den Code auf eine praktische Karte im Taschenformat zu drucken“, stellt Leven mit Bedauern fest.

Übrigens kann das Impfzertifikat jeder ausgestellt bekommen, der hier seinen Aufenthalt hat, unabhängig davon, welcher Nationalität er ist und ob er in Deutschland oder im Ausland geimpft worden ist.

Das Impfbuch behält weiterhin seine Gültigkeit, auch als Nachweis für den Impfstatus.