CDU will VHS digitaler machen

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Ratingen. Die Volkshochschule (VHS) soll sich fit für die Zukunft machen. Sie soll digitaler, moderner und im städtischen Leben vernetzter werden, fordert die CDU-Fraktion in einem Antrag für den Stadtrat.

Über 100 Jahre gibt es die Ratinger VHS bereits. Mit rund 650 Veranstaltungen bietet sie ein breites Lehrspektrum in den Räumen an der Lintorfer Straße und der Poststraße. Jedoch hat sich die Welt um die VHS weiterentwickelt.

„Viele Angebote der VHS bekommen zunehmend Konkurrenz von privatwirtschaftlichen oder digitalen Angeboten, als Beispiel seien die Sprachlernapps genannt“, erläutert Oliver Thrun, stellvertretender CDU-Fraktionsvorsitzender und Sprecher der Christdemokraten im Schulausschuss. „Wir wollen hier gemeinsam das Angebot weiterentwickeln.“

Im vergangenen Schulausschuss stellte sich die neue Leiterin der VHS vor und erläuterte, wie sie die VHS in Zukunft gestalten will. Passend dazu präsentierte die CDU in einem Antrag ihre Vision: eine vernetzte und gesamtgesellschaftlich wahrgenommene VHS, die mit ihren Angeboten fest verankert im Stadtleben und dabei in gutem Austausch mit Stadt, Vereinen und Unternehmen steht.

„Wir können uns zum Beispiel vorstellen, dass Unternehmen und die VHS stärker zusammenarbeiten, um Bildungsangebote direkt in den Unternehmen umzusetzen“, erklärt Margret Paprotta, CDU-Ratsratsmitglied und Vorsitzende des Schulausschusses. Auch mit dem im Aufbau befindlichen Gründerhaus könnte die VHS künftig zusammenarbeiten, um etwa Kurse zur Unternehmensgründung oder Kompetenztraining anzubieten. Zudem wollen die Christdemokraten erreichen, dass die VHS im Stadtmarketing mehr bedacht wird und sich zum Beispiel an verkaufsoffenen Sonntagen mit einem eigenen Stand präsentiert. „Die VHS muss mitten im städtischen Leben stehen, um als lokaler Träger für Bildungsangebote bewusst wahrgenommen zu werden“, so Paprotta.

Die CDU-Fraktion hat bei der Entwicklung des Antrages den Kontakt zu umliegenden VHS gesucht und in vielen Gesprächen erfahren, dass in diesen Städten ähnliche Prozesse bereits angestoßen oder erfolgreich umgesetzt worden sind. Das drückt sich sowohl in der Steigerung der Kursteilnehmerzahlen als auch in der Wahrnehmung der VHS in den Städten aus. Zunächst wollen sich die Politiker allerdings einen genauen Ist-Zustand der Kursauslastungen, Ausfallquoten sowie Beliebtheit vorlegen lassen und dann das weitere Vorgehen planen.

„Wichtig ist uns, dass wir diesen Prozess gemeinsam mit allen politischen Akteuren und der VHS gestalten. Mit der neuen Leiterin, Frau Jansen, sind wir sehr zuversichtlich, dass alle gemeinsam an einem Strang für die VHS der Zukunft ziehen wollen“, so Oliver Thrun.