Familienunternehmer: Kraftwerke weiter betreiben

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Neuss. Die Familienunternehmer in Nordrhein-Westfalen fordern von der Landesregierung, sich bei der am Mittwoch, 28. September, stattfindenden Ministerpräsidentenkonferenz für den Weiterbetrieb von Kernkraftwerken und die Reaktivierung von Kohlekraftwerken einzusetzen.

Der Landesvorsitzende David Zülow: „Im April hat Ministerpräsident Hendrik Wüst richtigerweise den befristeten Weiterbetrieb der Kern- und Kohlekraftwerke gefordert, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten.“

Auch Wirtschaftsministerin Mona Neubauer müsse einsehen, dass sich das Energieproblem kurzfristig nur über einen befristeten Weiterbetrieb der Kernkraftwerke und eine Reaktivierung der Kohlekraftwerke lösen lasse. Die Familienunternehmer in NRW erwarten von Ministerpräsident Hendrik Wüst, dass er sich bei der Ministerpräsidentenkonferenz für eine Energiepolitik einsetzt, „die Bürger, Unternehmen und Arbeitsplätze stärker in den Blick nimmt“.

Die Lage im Mittelstand und bei den industriellen Familienunternehmen ist dramatisch. „Täglich erreichen uns Notrufe aus den Betrieben“, so Zülow. Überall im Land fahren energieintensive Unternehmen bereits ihre Produktion hinunter, die Wertschöpfungsketten beginnen zu reißen, nicht-energieintensive Unternehmen können mangels Vorprodukten ihre Aufträge nicht mehr bearbeiten. Hohe Facharbeiterlöhne, Steuern und Sozialabgaben drohen dauerhaft ersatzlos wegzufallen.

„Angesichts der Notlage ist es vollkommen unverständlich, dass heimische Braunkohle noch immer nicht in dem Maße verstromt wird wie es möglich ist und auch eine kurzfristige temporäre Verlängerung der KKW scheitert“, sagt der Landesvorsitzende. Hier spiele nicht die Verfügbarkeit von Strom eine Rolle, sondern das Preisniveau. Die Gasverstromung müsse durch andere Energieträger soweit wie möglich ersetzt werden.

Foto: Andre Laaks, RWE