Museumsfreunde reisen nach Moskau

Museumsfreunde reisen nach Moskau

Ratingen. In der letzten Maiwoche unternahm der Verein „Freunde und Förderer des Museum Ratingen“ unter Leitung der Mitglieder und Organisatoren Thomas und Gitta Pokladek eine Kunstreise nach Moskau. Der Wunsch kam von den Mitgliedern des Vereins, Kunst und Künstler in anderen Ländern kennen zu lernen. So wurde die Idee geboren, nach Moskau, der größten Stadt Europas zu fahren und dort russische Kunst und Künstler kennen zu lernen, die uns hier nicht so geläufig sind. Moskau ist außerdem die Partnerstadt Düsseldorfs und die Deutsche Oper am Rhein hat eine Partnerschaft mit der Helikon Oper in Moskau,  zu der durch Romana Fasselt ein Kontakt hergestellt wurde.

Schnell fanden sich 20 Teilnehmer zu dieser Reise zusammen. In der letzten Maiwoche ging es dann ab Düsseldorf mit Aeroflot nach Moskau. Nach drei Stunden Flug erwartete uns am Flughafen unsere russische Reiseleiterin,  die uns die Woche über begleitete und uns Moskau näher bringen wollte. Schon am ersten Abend machten sich die ersten „Mutigen“ auf eigene Faust mit der Moskauer Metro auf dem Weg in die Innenstadt zum Roten Platz.

Der nächste Tag begann mit einer Stadtbesichtigung, um einen Eindruck von Moskau zu erhalten. Wir besichtigten die Sperlingsberge vor der Lomonossow Universität mit einem herrlichen Blick über das Panorama von Moskau, den interessanten Prominentenfriehof am Jungfauenkloster, den Roten Platz und das Kaufhaus Gum. Als erstes bedeutendes Museum stand an diesem Tag noch die Tretjakow Galerie auf den Programm. Hier bekamen wir einen Eindruck von den Kunstschätzen des Kunstsammlers Tretjakow und sahen uns Bilder von russischen Malern des 19. Jahrhunderts und die Ikonensammlung an.

Am nächsten Tag besuchten wir dann den Kreml mit den wunderschönen Kirchen und das Puschkin-Museum mit seinen Sammlungen. Einer der nächsten Höhepunkte war der Besuch der „neuen“ Tretjakow Galerie am Gorki Park, wo russische Kunst des 20. Jahrhunderts gezeigt wird. Nach dem Besuch der Komunalka Wohnung, jetzt Museum des Dichters Michail Bulgakow, ging es zum Abschluss des Tages in die Helikon Oper, wo wir die Oper Mazeppa nach Puschkin und der Musik von Tschaikowski sahen. Zuvor wurden wir durch den Intendanten der Oper empfangen und durch die Oper geführt.

Ein weiterer Höhepunkt war ein Ausflug ins etwa 80 Kilometer entfernt von Moskau und am Goldenen Ring gelegene Kloster Sergijew Possad. Wir besichtigten auch einige der legendären Moskauer Metro-Stationen, die „Kathedralen des Volkes“ und das Jugendstil Wohnhaus des Schriftstellers Maxim Gorki. Abschluss unserer Moskaureise war der Besuch des Kulturzentrums für zeitgenössische Kunst „Winzawod“, eine ehemalige Weinfabrik, wo in mehreren Galerien zeitgenössische Kunst gezeigt wird. In einigen Künstlerateliers konnten wir Künstlern bei der Arbeit über die Schulter schauen.

Moskau haben die Teilnehmer als interessante, moderne, weltoffene, saubere, freundliche Stadt kennengelernt, gerade einmal drei Flugstunden von Düsseldorf entfernt. Allen Teilnehmern hat die Reise sehr gut gefallen, so dass schon von den Mitgliedern über weitere Kunstreisen nachgedacht wird.

Foto: privat