Zeugnis des Bergbaus: Siedlung Mausegatt

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Mülheim. Das Ortskuratorium Essen der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) lädt am Sonntag, 21. Juni, um 16 Uhr zu einem Rundgang durch die ehemalige Bergarbeitersiedlung Mausegatt mit Jessica und Tony Tackenberg, Vorstandsmitglieder des Fördervereins der Siedlergemeinschaft Mausegatt in Mühlheim an der Ruhr-Heißen. Treffpunkt ist vor dem Wohnhaus in der Mausegattstraße 1 in Mülheim. Der Eintritt ist frei. Um Spenden für die Deutsche Stiftung Denkmalschutz wird herzlich gebeten. Eine Anmeldung ist erforderlich unter www.denkmalschutz.de/anmeldung oder telefonisch bei Michael Rüsing, Telefon 0201-368827.

Die ehemalige Bergarbeitersiedlung Mausegatt wurde zwischen 1899 und 1911 für die Belegschaft der „Zeche Wiesche“ von Hugo Stinnes und August Thyssen erbaut. Sie umfasst heute noch 106 Häuser, die als Gesamtensemble unter Denkmalschutz stehen und ein einheitliches Stadtbild entlang der Straße zeigen. Die Kolonie zählt zu den anschaulichen Zeugnissen der regionalen Bergbaugeschichte.

Die Führung vermittelt Einblicke in die Entstehung und Entwicklung der Siedlung, in Bauweise und Nutzung der Häuser sowie in die Lebensverhältnisse ihrer Bewohner. Vorgestellt werden die unterschiedlichen Haustypen und in ihren historischen und sozialen Zusammenhang eingeordnet. Dabei wird deutlich, wie Architektur, Alltag und Arbeitswelt der Bergleute eng miteinander verbunden waren. Als erhaltenes Denkmalensemble steht Mausegatt heute beispielhaft für den Wandel vom funktionalen Wohnraum zur schützenswerten historischen Kulturlandschaft.