TFG Typhoons steigen aus Bundesliga aus

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Kaiserswerth. Die Verantwortlichen der TFG Typhoons haben dem American Football Verband Deutschland (AFVD) und dem American Football und Cheerleading Verband Nordrhein-Westfalen (AFCV/NRW) über ihren Ligaobmann mitgeteilt, dass das U19-Team der Footballer des Theodor-Fliedner-Gymnasiums entgegen bisheriger Planungen im Jahr 2023 nicht am Ligaspielbetrieb der Juniorenbundesliga (German Football League Juniors, GFLJ) teilnehmen wird.

Hintergrund der Entscheidung ist der durch den AFVD übermittelte Rahmenspielplan, der ab April in einem Zeitraum von 78 Tagen das Absolvieren von zehn Vorrundenspielen vorsieht. Da Stand heute nicht davon auszugehen ist, dass die seit Langem hinter den Kulissen und über verschiedene Kanäle laufenden Bemühungen, den Spielbetrieb über die Sommerferien hinaus in den Herbst zu strecken und somit zu entzerren, noch von Erfolg beschieden sein werden, wurde aufseiten der Typhoons die Reißleine gezogen.

Schutzbefohlene Jugendliche im Schnitt alle 7,8 Tage ein Meisterschaftsspiel austragen zu lassen, ist aus Typhoons-Sicht nicht zu verantworten. Dieses gilt noch verstärkt, führt man sich vor Augen, dass Senioren in der Regular Season 2023 der GFL lediglich alle 9,4 Tage auflaufen müssen, Spieler in der GFL2 gar nur alle 10,6 Tage. Zur vollständigen Wahrheit gehört allerdings auch, dass es sehr wohl auch Footballer gibt, die in einer gar noch höheren Taktung als in der GFLJ auflaufen: sie spielen in der NFL, der US-amerikanischen Profiliga. In der gerade zu Ende gegangenen Regular Season haben sie im Schnitt alle 7,1 Tage ein Spiel absolviert.

Von daher wünschen die TFG Typhoons allen in der GFLJ verbleibenden Teams, insbesondere natürlich der zweiten Mannschaft Düsseldorfs, eine gute, vor allem aber verletzungsfreie Saison 2023.

Sollte sich jemand beim Lesen dieser Zeilen die Frage stellen, ob das Timeout der Footballer des Theodor-Fliedner-Gymnasiums (TFG) womöglich nicht ausschließlich mit dem zu eng getakteten Spielplan zusammenhängt, sondern auch mit dem ausgesprochen kurzen Schuljahr, den daraus resultierenden verschärften Bedingungen des diesjährigen Abiturs und den in der Folge notwendigen Prioritätensetzungen – ja!

Foto: privat