Rheinbahn: Sicherheitsregel für Weichen

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Düsseldorf. Die Rheinbahn hat eine weitere Sofortmaßnahme zur Erhöhung der Sicherheit im Fahrbetrieb eingeführt: Ab sofort dürfen sich Straßen- und Stadtbahnen an bestimmten Weichen, die über das Gegengleis führen, nicht mehr begegnen. Die neue Regelung gilt stadtweit mit sofortiger Wirkung. Konkret bedeutet das: Nähert sich eine Bahn einer solchen Weiche, muss sie vor dem Weichenbereich warten, wenn ihr ein anderes Fahrzeug entgegenkommt. Erst wenn der Kreuzungsbereich vollständig frei ist, darf die Bahn weiterfahren.

Die Maßnahme ist eine unmittelbare Reaktion auf die jüngsten Unfall- und Entgleisungsereignisse im Netz der Rheinbahn. Ziel ist es, kurzfristig zusätzliche Sicherheitsreserven zu schaffen und das Risiko sogenannter „Flankenfahrten“ weiter zu reduzieren. Tomasz Karbowski, Bereichsleiter Fahrzeuge und derzeit bestellter Betriebsleiter in Vertretung, erklärt: „Sicherheit hat für uns oberste Priorität. Mit dem Begegnungsverbot schaffen wir kurzfristig eine zusätzliche Sicherheitsebene an besonders sensiblen Stellen im Netz. Gleichzeitig überprüfen wir derzeit alle technischen und betrieblichen Sicherheitsmechanismen, um daraus weitere Verbesserungen abzuleiten.“

Wirksame Übergangslösung bis zur Umsetzung technischer Verbesserungen

Die Maßnahme ergänzt die bereits eingeleiteten Sicherheitsmaßnahmen der Rheinbahn. Dazu gehören unter anderem zusätzliche Kontrollen, angepasste Betriebsabläufe sowie die laufende Überprüfung technischer und organisatorischer Sicherheitsmechanismen. Christian Finke, Bereichsleiter Betrieb, sagt: „Klare und eindeutige Regeln erhöhen die Sicherheit. Das neue Begegnungsverbot unterstützt unsere Fahrerinnen und Fahrer in bestimmten Situationen zusätzlich. Durch dieses Vorgehen reduziert sich die Komplexität von Entscheidungen in Kreuzungsbereichen.“

Die Rheinbahn macht zugleich deutlich, dass das Begegnungsverbot keine dauerhafte Lösung sein soll. Die Regelung erhöht zwar die Sicherheit, kann jedoch in einzelnen Situationen Auswirkungen auf Betriebsabläufe und die Pünktlichkeit haben. Deshalb arbeitet das Unternehmen parallel mit Hochdruck an technischen Lösungen, um die Sicherheit an Weichen dauerhaft weiter zu erhöhen. Im Mittelpunkt stehen dabei insbesondere die weitere Optimierung und stärkere Verknüpfung von Weichen- und Fahrsignaltechnik sowie zusätzliche technische Sicherungsmechanismen.

Karbowski abschließend: „Diese Regelung ist als Sofortmaßnahme gedacht. Mittelfristig wollen wir Risiken nicht durch zusätzliche Wartezeiten beherrschen, sondern durch technische Lösungen, die Fehlkonstellationen möglichst ausschließen. Moderne Sicherungstechnik bietet die Möglichkeit, ein hohes Sicherheitsniveau mit einem leistungsfähigen und pünktlichen Betrieb zu verbinden.“ Von der Regelung ausgenommen sind lediglich wenige Bereiche, in denen Weichen und Signale bereits technisch miteinander gekoppelt sind und dadurch zusätzliche Sicherungen bestehen.