Recherche-Krimi auf dem Weg nach Berlin

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Hösel. Nimm mich mit, Kapitän auf die Reise“… nach Berlin. Besser gesagt ins Politische Archiv des Auswärtigen Amtes! Denn dort wird die neuste Publikation der Stiftung Haus Oberschlesien (zusammen mit dem Haus der deutsch-polnischen Zusammenarbeit) den Lesern zur Verfügung stehen. Das teilte Martin Kröger vom Referat Politisches Archiv des Auswärtigen Amtes der Stiftung mit: „Der Band wird im Politischen Archiv des Auswärtigen Amts die Präsenzbibliothek im Lesesaal bereichern. Dort wird er allen Besuchern des Archivs zur Verfügung stehen“, lesen wir in dem Schreiben.

Der Referatsleiter ist auch voll des Lobes für den „Recherche-Krimi“ aus dem Haus Oberschlesien. „Die Bilder, die Kramarz damals gemacht hat, sind ganz erstaunlich. Da es sich ja kaum um inszenierte Bilder handeln kann, ist es beeindruckend, wie er dennoch die Menschen für die Fotos in Szene setzt. Die dokumentarisch gedachten Aufnahmen wirken so sehr viel dynamischer. Und so sind sie auch heute viel interessanter, als zum Beispiel die in alten Reiseführern üblichen Bilder. Da wollte der Fotograf offenbar mehr, was ihm auch gelungen ist. Heute werden die Bilder dadurch zu einer ganz besonderen historischen Quelle“, so der Historiker.

Die Publikation zeichnet das Bild einer Nachkriegsrealität im Polen der 1950er Jahre nach und ist durch einen Zufallsfund im Archiv der Stiftung entstanden. Mithilfe polnischer Experten konnten die umfangreichen Fotografien den Orten zugeordnet werden, an denen sie damals entstanden sind. Die Publikation ist durchgehend zweisprachig. Die und die Bedeutung der Arbeit der Stiftung hebt dann auch Martin Kröger hervor: „Die Zweisprachigkeit muss ich vielleicht nicht eigens hervorheben, die versteht sich für eine Institution wie das Haus Oberschlesien auch von selbst. Insgesamt also ein prächtiges Buch, in dem erkennbar viel Rechercheleistung steckt und das zeigt, wie wichtig Ihre und Ihrer Kollegen Arbeit jenseits der Klischees ist.“

Ob auch die Chefin des Hauses, Annalena Baerbock, die selbst oberschlesische Wurzeln hat, einmal in den Band schaut, fragt sich Sebastian Wladarz, Vorsitzender der Stiftung Haus Oberschlesien: „Ein Exemplar hat sie nun im Hause. Wir senden ihr aber freilich auch eins zur persönlichen Verfügung zu. Vielleicht wäre das mal ein Anreiz, unser Museum zu besuchen.“