Ratinger We-iter: Ehrennadeln für Brauchtumspflege

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Ratingen. Vor 40 Jahren wurden sie gegründet, die Ratinger We-iter, ein Verein, als weibliches Pendant zu den Ratinger Jonges. Die Frauen wollten sich  nämlich auch für den Erhalt des Brauchtums und der heimatlichen Mundart einzusetzen. Sie nannten ihren Verein nach dem plattdeutschen Wort für Mädchen (Weiter). Am  vergangenen Samstag haben sie in einer kleinen Feierstunde im Ratinger Museum vier verdiente Ratinger geehrt.

Brigitte Leitz, stellvertretende Vorsitzende der We-iter, zeichnete im ersten Teil der Veranstaltung Alexander Bös, Fabian Pollheim und Katrin Hofmann mit der Ehrennadel für den Erhalt des Brauchtums aus. Die drei sind in die Fußstapfen des langjährigen Hoppeditzes Günter Vogel getreten. Bös und Pollheim lösten diese Aufgabe von 2008 bis 2012 gemeinsam als Herr Hoppe und Herr Ditz. Hofmann übernahm die Rolle 2013 als „Hoppeditzlehrling“ und hatte sich schnell eingearbeitet, und wird in der kommenden Session ihre zehnte Rede schwingen. „Dass alle drei ihre Reden in Reimform gestalten und vorgetragen haben, findet man heute nur noch selten und ist beachtenswert“, sagte Leitz bei ihren Eingangsworten.

Für diesen Teil der Veranstaltung gab es keinen Laudator. Stattdessen hielt der anerkannten Brauchtumsexperten Professor Manfred Becker-Huberti aus Grevenbroich einen kurzen sehr informativen  Vortrag über den geschichtlichen Hintergrund der Figur „Hoppeditz“ und deren Stellenwert im Brauchtum.

Anschließend wurde Heiner van Schwamen von Hildegard Pollheim, Vorsitzende der We-iter, mit der Johanna-Flinck-Ehrennadel ausgezeichnet. Diese Nadel wird für ehrenamtliches Engagement im sozialen Bereich vergeben, insbesondere für junge Menschen. Heiner van Schwamen verbindet man unweigerlich mit den „Nesthäkchen“ und der „Zeltzeit“.

„Er hat Spaß am Gestalten, ist beharrlich und ist immer in der Begegnung mit dem Menschen und nicht den Institutionen“, sagte Laudator Dirk Wittmer. Er bedankte sich bei van Schwamen für alles, was er seinen Schülern, Mitmenschen und der Stadt Ratingen gegeben hat und noch geben wird.

Foto: privat