Platz unter ersten Zehn bleibt Saisonziel

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Ratingen. Das Triathlon Team Ratingen 08 (TTR) belegte beim ersten Wettkampf der 2. Triathlon-Bundesliga Nord in Gütersloh den 13. Platz (von 19 Teams). Bei regnerischem und kaltem Wetter feierten Christopher Reiß, Jan Ortjohann, Jan Baumgarten, Alexander Gossmann und Lennard Böge eine besondere Premiere für das TTR. Die Fünf hatten dabei nicht nur gegen die Konkurrenz, sondern auch mit einer Zeitstrafe und den äußeren Bedingungen zu kämpfen. Parallel beendeten die NRW-Liga-Damen (Foto) des TTR mit einem hervorragenden zehnten Rang das zweite Rennen der Saison. Mats Blankertz siegte über die Volksdistanz.

Nach 750 Metern Schwimmen, 19,6 Kilometern auf dem Rad und 5000 Meter in Laufschuhen feierte das Ratinger Quintett in 59:15 Minuten insgesamt einen ordentlichen Saisonstart. „Unser Ergebnis ist ok“, lautete das Resümee von Cheftrainer Georg Mantyk. Komplett zufrieden reiste der Ratinger Tross indes nicht aus Ostwestfalen zurück. Insgeheim hatten die Liga-Neulinge auf eine Platzierung unter den ersten Zehn gehofft. Die Stimmung war somit eher ambivalent, denn natürlich waren alle stolz über die ersten Bundesliga-Minuten des TTR, aber die unglücklichen Umstände arbeiteten ebenso in den Köpfen der Athleten und der Betreuer. „Man muss bedenken, dass wir zwei Junioren im Kader haben, noch keiner unserer Athleten ein Bundesliga-Rennen mitgemacht hat, und wir daher auch erst einmal Erfahrung sammeln müssen“, formulierte Mantyk.

Georg Mantyk: „Erstens kommt es anders und zweitens, als man denkt“

Die Euphorie war groß, die Anspannung aber ebenso: Der Start in das Abenteuer Bundesliga verlief für den Aufsteiger nicht gut. Bereits vor dem Start erhielt das TTR eine Zeitstrafe von zehn Sekunden. Alexander Gossmanns elektrische Radschaltung funktionierte nicht wie gewünscht. Um den korrekten Gang für den Start einzustellen, absolvierte er eine kleine Runde in der Wechselzone. Folge war die Strafe.

„Das Schwimmen war in Ordnung“, ähnelte Mantyks Einschätzung der ersten Teildisziplin dem Gesamtfazit. Es folgte der Radteil, der ebenfalls keinen bestmöglichen Verlauf aus Ratinger Sicht nahm. Lennard Böge musste dem kalten Wetter im Laufe des Radfahrens Tribut zollen und konnte so dem Mannschaftstempo nicht folgen, bis er sogar aufgeben musste. „Erstens kommt es anders und zweitens, als man denkt“, so Mantyk, dessen Renntaktik sich durch diesen unerwarteten Ausfall in Luft auflöste. „Christopher Reiß sollte als Top-Radfahrer die meiste Führungsarbeit leisten und den Grundstein für die anderen schnelleren Läufer legen. Dafür sollte er sich im Laufen zurücknehmen dürfen.“ Nach Lennard Böges Aufgabe hatte sich diese Idee erledigt und Christopher Reiß trat nach hartem Radfahren das Laufen mit seinen Teamkollegen an.

Platzierung unter den ersten Zehn bleibt ein realistisches Ziel

Dies tat er sogar noch so gut, dass er eine persönliche Bestzeit über 5000 Meter erzielte, da ihn die Mitläufer und die Betreuer beharlich anfeuerten und antrieben. „Während des Laufes musste Christopher wirklich leiden. Seine Leistung war natürlich individuell gesehen auch klasse, aber unser Plan war eigentlich ein anderer. Und das Laufvermögen des Teams ist auch insgesamt höher einzuschätzen“, blieben dem Coach ein weinendes und ein lachendes Auge.

So wird die Mannschaft umso motivierter in den zweiten Bundesliga-Wettkampf gehen. Dieser wird am 19. Juni im hohen Norden ausgetragen. Im schleswig-holsteinischen Eutin wartet wieder eine Sprintdistanz auf die „jungen Wilden“ aus Ratingen.

NRW-Liga Damen „bärenstark“ beim zweiten Saisonrennen in Gütersloh

In der NRW-Liga hatten Joana Wolff, Annika Görtz und Lena Blankertz ebenfalls eine Sprintdistanz absolviert. „Was unsere Liga-Damen in halber Notbesetzung geleistet haben, war bärenstark“, hatte Mantyk nur lobende Worte für das Trio. „Alle drei haben ein wirklich sehr gutes Rennen gemacht, und Joana war herausragend.“ Wolff konnte im Ziel mit 1:06:17 Stunden die drittbeste Einzelzeit bejubeln. Damit legte sie den Grundstein für zehnten Platz, zu dem Annika Görtz (1:12:46 Stunden) und Lena Blankertz (1:13:29 Stunden) die Einzelränge 35 und 37 beisteuerten.

15-Jähriger Mats Blankertz mit starker Leistung

Ebenfalls in Gütersloh dabei war Mats Blankertz, der die Volksdistanz in seiner Altersklasse (Jugend A) gewann. Nach nur 1:01:38 Stunden war der 15-Jährige 500 Meter geschwommen, 19,6 Kilometer geradelt und 5000 Meter gelaufen. Mit dieser Zeit wurde er in der Gesamtwertung Zweiter.

Weitere Information zum Triathlon Team Ratingen findet sich unter ttr08.de.

Foto: privat