Planungsbüro: Verkehr auf Rehhecke unverändert

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Lintorf. Manfred Stüdemann von der SGE Stüdemann-Grundbesitz-Entwicklung GmbH aus Duisburg stellte am vergangenen Dienstag in der Sitzung des Bezirksausschusses Lintorf-Breitscheid das Bauprojekt Rehhecke 80 (Hünnebeck-Gelände/Foto) vor. Er betonte, dass der Neubau einer Halle nicht zu mehr Verkehr auf der Rehhecke führen würde und das dort kein Logistikunternehmen angesiedelt werden soll. Gemeinsam mit Felix Jethon von der Edmond de Rothschild REIM GmbH, die in dem Projekt die Interessen der Grundstückseigentümer, hauptsächlich institutionelle Investoren, vertritt, erläuterte Stüdemann die Projektdetails.

In der vorherigen Ausschusssitzung im Oktober war das Bauprojekt durch die Stadtverwaltung vorgestellt worden (Weiterer Logistiker auf Hünnebeck-Gelände?). Sowohl die Verwaltung wie auch die Ausschussmitglieder befürchteten, dass dort ein weiteres Logistikzentrum entstehen könnte und dadurch die Rehhecke mit noch mehr Verkehr belastet würde.

Stüdemann verneinte die Mehrbelastung vehement, zumal dort die Ansiedlung eines Logistikunternehmens nicht geplant sei. Er kenne die Situation auf der Rehhecke. Er habe bei dem Neubau Rehhecke 79 mit gearbeitet. Sein Unternehmen hätte auch das ehemalige Gottfried-Schultz-Gelände an den Dieken entwickelt. Dort befinden sich heute die Edmund-Wellenstein-Siedlung und das Gewerbegebiet rund um Makita.

Die Vorhandene rund 12.700 Quadratmeter große Halle, die derzeit noch vollständig von Hünnebeck genutzt wird, soll abgerissen werden. Es sollen vier neue Hallen unterschiedlicher Größe mit einer Gesamtfläche von 12.200 Quadratmetern gebaut werden. Laut dem ausführenden Architekten Thomas Ehrengruber werden die Hallen so platziert, dass der Verkehr auf dem Gelände besser gelenkt werden kann und sie gleichzeitig als Lärmschutz dienen.

Eine Halle wird die Hünnebeck GmbH mieten. Für die anderen drei Hallen gibt es noch keine Mieter. Laut Stüdemann eignen sie sich vor allem für kleine Gewerbebetriebe oder Handwerker. Zwei Hallen können maximal mit Lastwagen bis 7,5 Tonnen angefahren werden. Die Halle von Hünnebeck und die vierte Halle sind auch für größere Lastwagen erreichbar. Es ist geplant, dass die größeren Lastwagen (über 7,5 Tonnen) nur über den Breitscheider Weg das Gelände verlassen können. Die Zufahrt kann sowohl über die Rehhecke (Hünnebeck-Halle) wie auch über den Breitscheider Weg (Halle eins) erfolgen. Die Fahrzeuge sollen den Breitscheider Weg nur in Richtung Breitscheider Kreuz verlassen können. Stüdemann bot entsprechende bauliche Maßnahmen an, die keine andere Ausfahrt zulassen würden.

Die Bedenken der Verwaltung und Ausschussmitglieder, dass die neue Halle von einem Logistikunternehmen gemietet würde, versuchte Manfred Stüdemann zu entkräften. „Die Hallen sind viel zu klein für einen Logistiker“, sagte er. „Wir rechnen durch den Neubau der Hallen nicht mit mehr Verkehr als heute auf der Rehhecke. Denn die vorhandene Halle wird ja auch von LKW angefahren“, so Stüdemann auf den Hinweis von FPD-Ausschussmitglied Werner Uferkamp, dass die Rehhecke schon heute überlastet sei und nicht mehr Verkehr vertrage.

Patrick Anders, als Dezernent auch für die Wirtschaftsförderung zuständig, fragte, warum Stüdermann wegen der noch nicht vermieteten Hallen nicht mit der Ratinger Wirtschaftsförderung spreche. „Ich habe mit einem jungen Mann von der Wirtschaftsförderung genau darüber gesprochen“, erwiderte der Duisburger Unternehmer. „Aber der sagte mir, dass er in zwei Wochen nicht mehr zuständig sei“, so Stüdemann. Allerdings würde er gerne einen Termin mit ihm als zuständigen Dezernenten machen, um gemeinsam zu überlegen, welche Unternehmen sich als Mieter anböten.