Musikalische Weltreise auf Palliativstation

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Kaiserswerth. Türkü Sincer und Jana Simic haben mit ihrem Duett auf Viola und Violoncello die Patient:innen der Palliativstation am Florence-Nightingale-Krankenhaus auf eine musikalische Weltreise mitgenommen. Von Kolumbien und den USA aus reisten sie weiter nach Europa und besuchten dort Ungarn, Deutschland, Italien, Frankreich, Russland und Österreich.

Die beiden Studentinnen der Folkwang Universität der Künste in Essen entlockten ihren beiden Streichinstrumenten wohlig warme Klänge, die sich auf der Palliativ- und den benachbarten Stationen sanft ausbreiteten. Viele der gespielten Lieder waren Patient:innen, Angehörigen und Mitarbeitenden sehr vertraut, wie das träumerische „Dream a litte dram of me“ von Fabian Andre und Wilbur Schandt, der lebhaft-beschwingte „Ungarische Tanz Nr. 5 g Moll“ von Johannes Brahms, die „Suite“ aus Georg Friedrich Händels Wassermusik oder das fröhliche „La donna è mobile“ aus der Oper Rigoletto von Giuseppe Verdi.

Zum Ende des Konzerts gab Jana Simic ein Solo auf ihrem Cello. Die italienisch lebendige „Tarantelle op. 23“ von William Henry Squire habe sie dazu gebracht, Musikerin werden zu wollen. Im Anschluss spielte Türkü Sincer auf ihrer Viola (auch Bratsche) die „Courante“ aus der Suite Nr. 1 G-Dur von Johann Sebastian Bach, die eigentlich für Cello geschrieben ist, in der Bearbeitung für Viola. „So erleben Sie die unterschiedlichen Farben der beiden Instrumente“, erklärte sie den Zuhörenden.

Organisiert wurde das Konzert von Karin Waldmann, die sich ehrenamtlich beim gemeinnützigen Verein Live Music Now Rhein Ruhr e.V. engagiert. Der Verein organisiert kostenfreie Konzerte für Menschen, die aufgrund ihrer Lebenssituation keine Konzerte besuchen können. Ausgewählte Musikstudent:innen sammeln im Dialog mit dem Publikum wichtige Erfahrungen und gewinnen zugleich Konzertpraxis.

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