Lintorf Open Air: Vier Wochen vorher ausverkauft

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Lintorf. Nach der Rekord-Spendensumme von 112.500 Euro in den vergangenen fünf Jahren stellt das Lintorf Open Air der Lampisten nun einen neuen Rekord auf. Vier Wochen vor dem Benefizfestival sind sie ausverkauft – eine Wertschätzung, hinter der viel Arbeit steckt.

Die Tartanbahn auf dem Sportplatz Jahnstraße ist noch leer, aber auf dem Papier herrscht schon Festivalbetrieb für das Lintorf Open Air (LOA): Andreas Kaufmann, Niklas Golz, Max Julius Werthebach, Daniel Georg und Sascha Peters stehen mit Lageplan und Notizzetteln mitten auf dem Feld, diskutieren Wege, Blickachsen und Kabelwege. Der Grillplatz wandert einige Meter nach links, die Toilettenanlage bekommt eine neue Position, die Bühne wächst um ein paar Quadratmeter. Während die fünf den Platz vermessen, wird in der Wagenbauhalle der Lampisten gearbeitet: Melanie Meyer, Nicole van der Lest, Rebecca Overmans, Simone Werthebach, Conny Kaltenborn und Bastian Gotthardt kleben, spachteln und schleifen, sortieren Banner und entwerfen neue Blickfänge für das Gelände.

Was am Schreibtisch über Monate geplant wurde, findet nun seine Umsetzung für das sechste Benefizkonzert am 22. August zugunsten der Clownsvisiten auf der Kinderstation des Florence‑Nightingale‑Krankenhauses und der ROTEN NASEN, die regelmäßig die Bewohnerinnen und Bewohner des Seniorenheims Haus Salem Lintorf besuchen. Feiern für den guten Zweck – so lautet die Devise der Lampisten auch 2026.

Es sei Wahnsinn, so die Vorsitzende Meyer, denn das LOA ist restlos ausverkauft. Vier Wochen vor der Veranstaltung sind alle 1000 Tickets vergeben. Eine Abendkasse wird es nicht mehr geben. Für die Lampisten, die Wagenbauer des Ratinger Karnevals, ist das mehr als eine Zahl. „Das ist eine Wertschätzung und macht uns stolz“, sagt Meyer und weiter: „Was hier geschaffen wird, ohne jegliche Förderung, nur durch die Unterstützung von Unternehmern und ehrenamtlichem Engagement, zeigt, was man bewegen kann.“

In den vergangenen fünf Jahren ist es dem Verein gelungen, 112.500 Euro an gemeinnützige Zwecke zu spenden. Auch Geschäftsführer Kaufmann, der für das Booking verantwortlich ist, blickt zufrieden auf den Vorverkauf: „Mit dem frühen Ausverkauf haben wir ein klares Signal bekommen, dass das Engagement ankommt“. Zurücklehnen ist für die Lampisten trotzdem keine Option. Bis sich am Festivaltag die Tore am Sportplatz an der Jahnstraße für die Besucher öffnen, bleibt für die 19 Vereinsmitglieder viel zu tun.

Gebucht werden Profimusiker, Tontechniker sowie Bühnen‑ und Lichttechnik. Alles andere liegt in den Händen des Vereins. Booking, Nachwuchssuche, die Videowall, auf der später der Film über die Clownsvisiten und die Einblendungen für Sponsoren, Live-Bilder der Bands und Infos laufen, wird selbst bespielt. Die Theken werden von Lampisten unter der Leitung der Mitglieder Philipp Müller und Gotthardt betrieben. An den Theken sind neben Bier, Softdrinks und Wein wieder verschiedene Cocktails im Ausschank.

Am Grill von Mitglied Anton Johann gibt es Unterstützung vom DRK Ratingen, vom Lions Club Ratingen und von der Schützenbruderschaft Lintorf. „Hier wollen wir auch anderen Vereinen die Möglichkeit geben, sich zu präsentieren und vor allem zeigen, dass Lintorf eine feste und gewachsene Gemeinschaft ist“, so der zweite Vorsitzende Golz. Kulinarisch setzt Johann auf Klassiker, wie Bratwurst, Currywurst und Pommes. Für Vegetarier gibt es eigene Angebote. 

Für die Besucher beginnt das Festival um 16.30 Uhr mit dem Einlass. Wieder dabei ist der „Early Bird“: Wer bis 17.30 Uhr kommt, unterstützt den Nachwuchs auf der Bühne und bekommt zusätzlich ein Getränk und einen Snack vom Grill. Vorne vor der Bühne gibt es wieder einen Bereich, der zunächst den Menschen vorbehalten ist, die das Festival möglich machen.

„Ab 19 Uhr wird dieser Bereich geöffnet, dann wird gemeinsam gefeiert“, so Simone Werthebach, die sich mit Peters an dem Tag um Bands und Unterstützer kümmert. Auf der Bühne sorgen Gemini Music, Schlagerschlampen, Emmie Lee & Band und Slow Riders für Festivalatmosphäre. Besonders freuen sich die Lampisten darüber, dass auch die Silver Stars wieder dabei sind. Die Cheerleader aus Oberhausen gehören zu den erfolgreichsten Tanzteams Deutschlands und haben auf dem Lintorfer Rasen längst einen festen Platz.

Neu ist in diesem Jahr eine Glitterbar. Für eingefleischte Festivalgänger ist das nichts Unbekanntes, für Ratingen aber ein Novum. „Natürlich ist alles Bio und getestet“, erläutert Meyer.

Hier können sich Besucher Glitzer‑Make‑up und kleine Verzierungen für den Abend abholen. Daneben steht wieder die Fotobox bereit, mit der sich Erinnerungsfotos vom LOA schießen lassen. Hier steht Janning Wagener in der Verantwortung, der am Abend auch mit seiner Kamera die Festivalmomente einfangen wird, die wenige Tage nach der Veranstaltung online eingesehen werden können. Durch das Programm führen wie in den vergangenen Jahren Meyer und Georg. Die beiden moderieren den Abend wieder mit einem Augenzwinkern, sorgen für Fernsehgarten-Atmosphäre auf dem Sportplatz und holen Bands, Gäste und Unterstützer gleichermaßen vor das Mikro. Das Ziel ist klar: Am Ende soll für das Benefizprojekt „Clownsvisiten“ eine ordentliche Summe zusammenkommen und alle Besucher sollen einen unvergesslichen Festivaltag erleben.