Lintorf. Wie führt man Kinder spielerisch an Sport, Bewegung und soziale Kompetenzen heran? Die Kindertagesstätte Friedrichskothen der Graf Recke Diakonie und der Lintorfer Tennisclub (LTC) haben darauf eine erfolgreiche Antwort gefunden: In einer mehrwöchigen Kooperation erhielten zehn Vorschulkinder der Kita die Gelegenheit, erste Schritte im Tennissport zu wagen – ein Projekt, das weit über reine Bewegungsförderung hinausgeht.
Der Startschuss für die Tennis-AG fiel in der vertrauten Umgebung der Kita-Turnhalle. In insgesamt drei Trainingseinheiten besuchte LTC-Vereinstrainer André Jethon die Kleinen vor Ort, um sie behutsam an Schläger und Ball heranzuführen. Unterstützt wurde er dabei von Erzieher Arne Dammann, der in seiner Doppelrolle als Pädagoge und LTC-Vorstandsmitglied die ideale Brücke zwischen Kita und Sportverein schlug.
Aus Sicht der Kita ist das Projekt ein wichtiger Baustein im pädagogischen Auftrag. Bewegung und motorische Schulung – wie Auge-Hand-Koordination und Ballgefühl – stehen dabei ebenso im Fokus wie die Stärkung des Selbstbewusstseins durch sichtbare Erfolgserlebnisse. Zudem fördert das gemeinsame Spiel das Einhalten von Regeln und den Teamgeist der angehenden Schulkinder.
Nach den Vorbereitungen in der Kita folgte der große Höhepunkt: Für die zehn Vorschulkinder ging es direkt auf die weitläufige Anlage des LTC an den Banden. Schon die Erkundung des Geländes und das Testen des vereinseigenen Spielplatzes regten Orientierungssinn und Raumwahrnehmung der Kinder an, bevor sie schließlich auf den großen Tennisplätzen standen.
Auf den Plätzen wartete ein vielseitiges Programm auf die Nachwuchssportler. Neben ersten Vorhand- und Rückhandübungen bildeten abwechslungsreiche Reaktions- und Koordinationsspiele – mal mit, mal ohne Schläger – den Schwerpunkt. Die kindgerechten Einheiten forderten die Gruppe motorisch und kognitiv, ohne sie zu überfordern. Mit enormem Eifer, Ausdauer und sichtbarer Freude meisterten die Zehn jede neue Aufgabe.
Zum feierlichen Abschluss erhielten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine personalisierte Urkunde sowie zwei Kindertrainingsbälle für zu Hause. Diese direkte Wertschätzung stärkt das Selbstkonzept der Vorschulkinder und ermutigt sie, auch künftig mit Selbstvertrauen an neue Aufgaben heranzugehen. Gerade im Hinblick auf den bevorstehenden Übergang in die Grundschule bot die AG einen wertvollen Orientierungs- und Entwicklungsrahmen.
Sowohl die Kita Friedrichskothen, eine Einrichtung der Graf Recke Diakonie, als auch die Eltern zeigten sich durchweg begeistert von der gelungenen Kooperation. Auch der LTC zieht ein überaus positives Fazit: Als moderner Verein sieht sich der Club in der Verantwortung, Kinder bereits früh für den Sport zu begeistern und Barrieren abzubauen.
Aufgrund der durchweg positiven Resonanz steht fest: Das Projekt soll keine einmalige Aktion bleiben. Sowohl die Kindertagesstätte als auch der Verein freuen sich schon jetzt darauf, die Tennis-AG im kommenden Jahr zu wiederholen.

