Leseabend zu Wolfgang Borchert

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Düsseldorf. An Wolfgang Borcherts Leben und Werk erinnern die Stadtbüchereien Düsseldorf mit „Respekt und Mut“ und die Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus am Montag, 19. September, um 19 Uhr in der Zentralbibliothek im KAP1, Konrad-Adenauer-Platz 1. In einer moderierten Lesung wird eine Auswahl seiner Gedichte, Erzählungen und Manifeste vorgestellt.

Vor 75 Jahren starb Wolfgang Borchert, zerschunden an seinen in Krieg und Verfolgung durch das NS-Regime erlittenen Verwundungen, im Clara-Spital zu Basel. Einen Tag nach seinem Tod wird sein Drama „Draußen vor der Tür“ in den Hamburger Kammerspielen uraufgeführt. Am 17. Februar 1948 wird die Urne im Beisein der Eltern und Freunde des Dichters auf dem Ohlsdorfer Friedhof in Hamburg beigesetzt.

Borchert wurde 1921 in Hamburg als Sohn einer Schriftstellerin und eines Lehrers geboren. Er war Schauspieler, Schriftsteller, Soldat, lyrischer Chronist. Sein erster Verleger Bernhard Meyer-Marwitz sagte über ihn: „Sein Schaffen war ein gewaltiger Schrei, ein Aufschrei der Lust, der Qual, der Seligkeit, der Verzweiflung… Er kannte keine Furcht, keine Verstellung, keine Feigheit, er drängte nach dem Bekenntnis der Wahrheit, nach der Entlarvung der Lüge. Schonungslos! Gegen sich selbst und gegen andere.“ Sein kurzes Leben fiel in eine beispiellose Schreckenszeit und doch hat er ihr in einer fiebrigen Leidenschaft einen dichterischen Ausdruck abgerungen, dessen seltsam suggestive Kraft bis heute nachwirkt.

Anmeldung an volker.neupert@respekt-und-mut.de oder Telefon 0211/95757794.