Lehmbruck Museum zeigt Arbeiten Antony Gormleys

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Duisburg. Das Lehmbruck Museum, Friedrich-Wilhelm-Straße 40, zeigt die bislang größte Ausstellung des britischen Bildhauers Antony Gormley in Deutschland. Gormley, international bekannt als einer der wichtigsten und einflussreichsten Bildhauer der Gegenwart, ist ein langjähriger Bewunderer der Werke Wilhelm Lehmbrucks, ihrer Innerlichkeit, Ausgeglichenheit, Ruhe und ihres reflexiven Potenzials. Die Ausstellung wurde vergangenen Freitag eröffnet. Sie ist bis zum 26. Februar 2023 zu sehen.

Die Ausstellung ist als Dialog zwischen den beiden Künstlern angelegt und zeigt Schlüsselwerke, die mit fast einem Jahrhundert Abstand voneinander geschaffen wurden. Sie zieht Parallelen zwischen Gormley und Lehmbruck, die beide den Körper als Ort der Transformation hin zu einem Zustand des reinen Seins und der stillen Kontemplation begreifen.

Der britische Künstler Antony Gormley im Wilhelm-Lehmbruck-Museum (Foto: Michael Baaske)

„Calling on the Body” bezieht den auratischen Lehmbruck-Flügel und das gesamte Museum mit ein. Verteilt über 3000 Quadratmeter Ausstellungsfläche, setzen Gormleys Skulpturen dabei im ganzen Gebäude Interpunktionszeichen. Die ausgewählten Arbeiten spiegeln die große Bandbreite seines Schaffens, von den bahnbrechenden frühen Bleiarbeiten zu der neueren Serie „Slabworks”, die den Körperraum in Architektur verwandelt. Mit den 300 lebensgroßen Betonbunkern von „Allotment II” (1996) wird zudem eine raumgreifende Installation präsentiert. Im Atrium des Museums schließlich scheint „Drift VI” zu schweben, ein Energiefeld, das einen Hohlraum in Form eines Körpers umschließt.

Das Werk Antony Gormleys (geboren 1950 in London) wurde vielfach ausgestellt, in Großbritannien wie auch international, zuletzt im Museum Voorlinden, Niederlande (2022), in der National Gallery Singapore, Singapur (2021), der Royal Academy of Arts, London (2019), auf der Insel Delos, Griechenland (2019) und im Philadelphia Museum of Art (2019). Er wurde unter anderem ausgezeichnet mit dem Turner Prize 1994, dem South Bank Prize for Visual Art 1999, dem Bernhard Heiliger Award for Sculpture 2007, dem Obayashi-Preis 2012 und dem Praemium Imperiale 2013. 2014 wurde er in der Neujahrsliste zum Ritter geschlagen, seit 2003 ist er Mitglied der Royal Academy.

Fotos: Michael Baaske