Kunstbüdchen: „Lauter Unfälle“ von Paul Schwer

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Lintorf. „Lauter Unfälle“, das ist der Titel der neuen Ausstellung von Paul Schwer, die an diesem Freitag, 13. Januar, um 18 Uhr im Kunstbüdchen, Speestraße 43a, eröffnet wird. Zur Ausstellungseröffnung findet ein Gespräch zwischen dem Künstler Paul Schwer und Professor Robert Fleck von der Kunstakademie Düsseldorf statt.

Zu erleben ist eine interaktive Installation, die Bezug nimmt auf die Örtlichkeit im Zentrum von Lintorf mit einer Vielzahl von umliegenden Geschäften und seinen Schaufensteranlagen. Die Auslagen, die dort zu sehen sind, richten sich an den Passanten und möchten sein Interesse für die angebotenen Produkte wecken.

Und genau hier setzt die Arbeit des in Ratingen und Düsseldorf lebenden und arbeitenden Künstlers Paul Schwer im Kunstbüdchen an. Über die großen Schaufenster des kleinen Ausstellungsraums wendet sich die Installation an die Vorbeigehenden und spielt mit deren Interesse und Neugier.

Wird der Passant zum aktiven Betrachter, so löst er geschaltet über einen Bewegungsmelder Klänge und Licht im Büdchen aus. Zu hören sind Geräusche, zusammengestellt nach dem Zufallsprinzip, die an Verkehrsunfälle oder an zerbrechendes Glas erinnern. Zu sehen sind riesige Schattenwürfe auf den Wänden des Büdchens, die durch das Einschalten von zwei Strahlern entstehen.

Die Schatten stammen von einer quer im Raum stehenden Installation, die wie ein nach vorne kippendes riesiges Regal für etwas Unbehagen sorgt. Es ist ein Gestell aus Metall, das stufig aufgebaut vom Boden bis zur Decke gespannt und mit farbig bedruckten und bemalten Plexiglasplatten belegt ist. „Verunfallte“, fließende in das Gestell eingelassene Plexiglasobjekte sowie scheinbar heruntergefallene weitere Objekte runden die Gesamtkomposition ab.

In einem weiteren Schritt soll ab Ende Februar die Sound-Lichtinstallation um Beiträge als Videoclips aufgenommen von Passanten und Besucher erweitert werden. Diese veränderte Konstellation wird als neues akustisches Archiv am 24. Februar um 18 Uhr im Büdchen vorgestellt.

Foto: privat