Kerstin Griese besucht ABB

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Ratingen. „ABB gehört zu den vielen Unternehmen, denen es wirtschaftlich gut geht“, stellte die Bundestagsabgeordnete Kerstin Griese bei einem Firmenbesuch im Rahmen ihrer Sommertour fest. Der Ratinger Betrieb profitiere davon, dass die Weichen für die Energiewende frühzeitig gestellt worden seien. „Sie hat längst Fahrt aufgenommen“, wehrte sich Griese gegen zu viel Schwarzmalerei.

ABB ist Weltmarktführer im Bereich der Schaltanlagen. Rund 25 Prozent des weltweit verbrauchten Stroms flössen durch Anlagen des Unternehmens, erläuterte Werkleiter Thorsten Fugel. „Wir befinden uns derzeit in einem sehr starken Wachstum“, berichtete er. ABB liefere die notwendigen Komponenten für den Ausbau der Stromnetze. Dieser sei unter anderem notwendig, da immer mehr Häuser mit Solaranlagen, Wärmepumpen und E-Auto-Ladestationen ausgestattet sind. „Das ist eine gute Entwicklung, die wir vor dem Hintergrund der Klimakrise weiter vorantreiben müssen“, betonte Kerstin Griese.

Der Betriebsratsvorsitzende Lars Bistritz schilderte der Abgeordneten die Herausforderungen im Werk. Ein wichtiges Thema sei die drohende Überlastung der Mitarbeitenden, auch weil inzwischen eine zusätzliche Wochenendschicht gefahren wird. Um qualifiziertes Personal zu gewinnen, bilde ABB in großem Umfang selbst aus. „Eine Ausbildungsquote von sieben Prozent ist sehr gut“, lobte Griese die Anstrengungen des Unternehmens.

Als Parlamentarische Staatssekretärin im Arbeitsministerium interessierte sich Kerstin Griese zudem für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. ABB biete bereits seit Jahrzehnten Ferienfreizeiten im Schwarzwald an, sagte Thorsten Fugel. In der ersten und letzten Woche der Sommerferien gebe es außerdem ein attraktives Betreuungsangebot direkt im Ratinger Werk. Auch solche Maßnahmen seien für ABB ein Weg, auf dem Arbeitsmarkt sichtbar zu bleiben, so Fugel. Denn der Wettbewerb um qualifizierte Arbeitskräfte sei groß.