Kenia-Hilfe: Jahresrückblick 2022

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Lintorf. Weihnachten ist eine Zeit des Innehaltens und der Besinnung. Das ist die Zeit, in der die Kenia-Hilfe das vergangene Jahr Revue passieren lässt. Nicht ohne Stolz stellen die Initiatoren fest: „Es war trotz der durch Corona und den Krieg in Europa bedingten widrigen Umstände bei uns, aber besonders auch in Kenia wieder ein erfolgreiches Jahr!“

Da die Schüler in Kenia wegen Corona kein Essen mit in die Schule bringen durften, hat die Kenia-Hilfe alle Schüler der Ratinga School täglich mit einem Pausenbrot versorgt.

Durch den Wegfall der Einnahmen aus dem Tourismus konnten viele Familien den Transport ihrer Kinder zur Schule nicht mehr bezahlen. Deshalb übernahm die Kenia-Hilfe mit Hilfe von privaten Sponsoren die Transportkosten für die betroffenen Schüler.

Irmel Hinssen hatte die Idee, einen Wegweiser nach Ratingen auf dem Schulgelände aufzustellen. Jetzt wissen alle Schüler, wie weit es bis zu der Stadt ist, der die Schule ihren Namen verdankt.

Nach zehn Jahren war das Dach der Ratinga School beschädigt und in der Regenzeit wurde es nass in den Klassenräumen. Ein privater Sponsor und Watoto e.V. übernahmen die Kosten der notwendigen Dacherneuerung.

Der Golfclub Hösel führte wieder einmal sein Benfizturnier durch und stiftete den gesamten Erlös an die Kenia-Hilfe.

Die Matthias-Claudius-Schule in Breitscheid überreichte den Scheck mit dem Erlös aus dem Wohltätigkeitslauf, den sie im vergangenen Jahr durchgeführt hatte. Anlässlich des Besuches der Familie Mentzen wurde die Schuhaktion für alle Ratinga-Schüler mit der Versorgung der Kindergartenkinder der Ratinga School abgeschlossen.

Auch Irmel Hinssen und Doris Jacobs besuchten auf eigene Kosten die Ratinga School und waren begeistert von dem Zustand der Schule und den fröhlichen Schülern.

Im Dezember fanden an der Ratinga School die Abschlussprüfungen der Primary School statt. Eine Absolventin war Clementina, das Patenkind von Karin und Peter Mentzen.

Der Lintorfer Künstler Michael Großer startete während seiner Ausstellung „FarbRausch“ die Kunstaktion „Streetart“ und stiftete einen Teil des Erlöses der Kenia-Hilfe und gab ihr die Gelegenheit den Besuchern der Aktion ihr Konzept „Von der Nothilfe zur Selbsthilfe“ vorzustellen.

Besonders glücklich ist die Kenia-Hilfe darüber, dass auch im vergangenen Jahr wieder einige Patenkinder vermittelt werden konnten. Der Preis für eine neue Patenschaft muss wegen der gestiegenen Kosten ab dem kommenden Jahr für eine tägliche warme Mahlzeit, für die medizinische Versorgung und für den Schulbesuch auf 360 Euro jährlich erhöht werden.

„Die Kenia-Hilfe ist glücklich über das Erreichte und hofft, dass sich im kommenden Jahr die Situation verbessert und die Freunde und Förderer an ihrer Seite bleiben“,  schreiben Irmel Hinssen, Doris Jacobs und Peter Mentzen in einer Pressemitteilung.

Foto: privat