Horst Brink: Tag der Deutschen Einheit

Werbung

Tiefenbroich. In der Vergangenheit haben wir schon das eine oder andere Gedicht des Tiefenbroichers Horst Brink hier veröffentlicht. Nun hat er uns ein Gedicht zum 31. Jahrestag der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten geschickt. Auch das veröffentlichen wir gerne.

Hier und da wird er begangen und ich frag mich (so für mich)
ist der Sinn – ist das Verlangen – diesem Tag noch förderlich?
Einunddreißig Jahr ist`s her, als ein großes Fahnenmeer
sich weit über`s Land erstreckte und ein „Wirgefühl“ erweckte.              

Gerne denk ich dran zurück, seh` noch heut` die Bilder,
Menschen „trunken voller Glück“ – schwarz-rot-gold`ne Schilder.
Ost und West – grad in Berlin – lagen sich im Arme,
Autoschlangen sah man ziehn – Wahnsinn – Gott erbarme.                   

Die Ereignisse von einst – heut‘ längst Weltgeschichte,
ob du grübelst oder weinst – was ich hier berichte,
soll die Zeit nochmal beleuchten und vorüberzieh`n,
dann jedoch wie`n  Wetterleuchten – sagenhaft verglühn.

Doch der Alltag schlägt auch Wunden und die Euphorie
die berauschte ist verschwunden – bleibt nur Apathie.
Ihr von „hüben“ und von „drüben“ – Beide sind wir EINS,
Einigkeit und Recht und Freiheit – ohne aber – KEINS…

Horst Brink

Foto: Karlheinz Pape auf Pixabay