Düsseldorf. Mit einer Gedenkveranstaltung am Mahnmal „Ehra“ im Alten Hafen wird am Mittwoch, 20. Mai 2026, an die erste Deportation der Düsseldorfer Sinti:zze, die vor 86 Jahren – am 16. Mai 1940 – stattfand, erinnert. Das Gedenken beginnt um 18 Uhr mit einer Kranzniederlegung und einer Schweigeminute. Ab 18.15 Uhr wird die Gedenkstunde im Beatrice-Strauss-Zentrum der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf, Marktstraße 2 (Innenhof), fortgesetzt.
Oberbürgermeister Stephan Keller und Wilhelm Mettbach, der Vorsitzende der Düsseldorfer Sinti-Union, werden Worte des Gedenkens sprechen. Rund 130 Düsseldorfer Frauen, Kinder und Männer, die in polnische Ghettos verschleppt wurden, waren von der Deportation am 16. Mai 1946 betroffen.
Im Anschluss an die Gedenkstunde findet ein Konzert mit traditionellem Sinti-Swing statt. Zu Gast ist die Prisor-Jazzband. Rund um den renommierten Musiker und Bandleader Feigeli Prisor (Sologitarre) spielen Wattie Rosenberg (Geige), Fremdo Rosenberg (Kontrabass) und Sendelo Schäfer (Rhythmus-Gitarre) traditionellen Gypsy-Jazz.
Feigeli Prisor wurde 1964 in den Niederlande geboren und lernte schon früh das Gitarrenspiel. Zu seinen musikalischen Mentoren gehörte Wasso Grünholz. Gemeinsam mit seiner Band veröffentlichte er die Alben „Old Memories“ (2008) und „Gypsy’s Heart“ (2009). Heute lebt er in Noord-Brabant.
Die Veranstaltung ist eine gemeinsame Initiative der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf und der Sinti-Union Düsseldorf. Die Teilnahme ist kostenfrei; eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Zutritt zum Beatrice-Strauss-Zentrum ist barrierefrei.


