Frauenfußball-EM: Angerland fiebert mit

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Angerland. An diesem Sonntag findet im Wembley-Stadion in London das Endspiel der Frauenfußball-Europameisterschaft statt. Um 18 Uhr trifft die deutsche Mannschaft auf Gastgeber England. Ab 17:30 Uhr wird das Endspiel in der ARD gezeigt.

Im Endspiel um die Europameisterschaft der Frauen treffen mit England und Deutschland die wohl stärksten Mannschaften diese Turniers aufeinander, findet Horst Brink, der schon mehrfach für den Lintorfer kleine Geschichten geschrieben hat. Im ausverkauften Wembley-Stadion werden 90.00 Zuschauer ihre Mannschaften entsprechend unterstützen – im Wesentlichen sicher die englische.

Die deutsche Mannschaft würde, im Falle eines Sieges, den neunten Europameistertitel holen. Für die Engländerinnen wäre es der erste Titel. Den letzten großen Titel, die Weltmeisterschaft, holten ihre männlichen Kollegen 1966 im Wembley-Stadion gegen Deutschland.

Alle sind davon überzeugt, dass diese EM dem Frauenfußball großen Auftrieb geben wird – auch in Lintorf. Dabei hat Lintorf schon einiges in Sachen Frauenfußball vorweisen.

„Aus Lintorfer Sicht dürfen wir da an Anke Preuß (Foto) erinnern“, findet Horst Brink. Die absolvierte einst als Bambini ihre ersten Schritte bei Rot-Weiß Lintorf. Mit dem FCR Duisburg (heute MSV Duisburg) wurde sie Deutsche B-Jugend-Meisterin und holte den UEFA-Pokal. Sie spielte bei der TSG Hoffenheim und beim 1. FFC Frankfurt (heute Eintracht Frankfurt). Mit Frankfurt gewann Preuß den DFB-Pokal und die Champions League. Die erfahrene Spielerin ging danach für mehrere Jahre ins Ausland. Stationen waren unter anderen Verona Calcio, FC Sunderland und FC Liverpool. 2021 wechselte sie zum deutschen Zweitligisten SV Meppen, mit dem der Aufstieg in die Bundesliga gelang.

„Als Anke Preuß davon hörte, dass RWL zwei Juniorrinnen-Mannschaften neu gebildet hatte, war sie gerne bereit die Schirmherrschaft zu übernehmen. Tolle Sache“, meint Horst Brink.

Foto: Oliver Baumgart, Hansepixx