Breitscheid/Lintorf/Ratingen. Der DRK-Blutspendedienst West ruft die Bevölkerung eindringlich zur Blutspende in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland auf. Die Versorgung mit Blutpräparaten ist aktuell angespannt und droht sich weiter zu verschärfen. Winterwetter, eine ausgeprägte Infektwelle und ein schwacher Start ins Spendenjahr treffen auf einen unverändert hohen Bedarf in den Kliniken. Am Donnerstag, 15. Januar, 15 bis 19:30 Uhr ist der Blutspendetermin im katholischen Pfarrzentrum St. Johannes, Am Löken 69, in Lintorf, am Donnerstag, 29. Januar, 15 bis 19:30 Uhr dann in Ratingen im Gemeindesaal im Haus am Turm, Angerstraße 11.
In den vergangenen Wochen mussten zahlreiche Blutspendetermine witterungsbedingt kurzfristig abgesagt werden. Viele der dennoch durchgeführten Termine waren deutlich schwächer besucht als üblich. Gleichzeitig führt die anhaltende Grippe- und Erkältungswelle dazu, dass viele potenzielle Spenderinnen und Spender vorübergehend nicht spenden können. Bereits zu Jahresbeginn ist das Spendenaufkommen deshalb, und wegen der Feiertage, unter dem notwendigen Niveau geblieben.
Die Auswirkungen sind deutlich spürbar: Die Vorräte sinken, die Lagerreichweite beträgt aktuell nur noch rund 1,5 Tage.
Blutpräparate sind nur begrenzt haltbar und können nicht auf Vorrat produziert werden. Schon wenige Tage mit zu wenigen Spenden wirken sich unmittelbar auf die Patientenversorgung aus.
„Die Situation ist ernst. Krankenhäuser benötigen täglich Blut für Operationen, Notfälle, Krebstherapien und die Behandlung chronisch kranker Menschen. Diese Versorgung darf nicht ins Wanken geraten“, erklärt Stephan David Küpper, Pressesprecher des DRK-Blutspendedienstes. „Blutspenden lassen sich nicht aufschieben – was heute nicht gespendet wird, fehlt morgen in den Kliniken.“
Der DRK-Blutspendedienst geht verantwortungsvoll mit den knappen Beständen um. Eine nachhaltige Stabilisierung der Versorgung ist jedoch nur möglich, wenn kurzfristig deutlich mehr Menschen Blut spenden. Das DRK appelliert daher an alle gesunden und spendefähigen Bürgerinnen und Bürger, jetzt Verantwortung zu übernehmen und zeitnah einen Termin zur Blutspende wahrzunehmen. Bereits wenige Tage mit hoher Spendenbereitschaft können entscheidend dazu beitragen, die Lage zu entspannen.
Aktuelle Termine und Informationen zur Blutspende finden sich unter www.blutspende.jetzt.


