Donnerstag heulen die Mobiltelefone

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An diesem Donnerstag, 8. Dezember, werden die Sirenen heulen und überall in Deutschland werden auch Millionen Mobiltelefon gleichzeitig gegen 11 Uhr mit einem lauten Warnton schrillen. Denn das neue Katastrophen-Warnsystem Cell Broadcast wird erstmals getestet. Vodafone hat an allen seinen 26.300 Mobilfunkstationen das neue System installiert. Durch diesen Einbau ist eine entscheidende Voraussetzung erfüllt, damit die Mobilfunkkunden am Donnerstag eine Test-Warnmeldung des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe erhalten können. Da am 8. Dezember die höchste Warnstufe getestet wird, erhalten die Menschen in Deutschland auf ihren Handys nicht nur eine Textnachricht via Cell Broadcast, sondern auch einen schrillen Alarmton.

Mit Cell Broadcast kann die Bevölkerung künftig in betroffenen Gebieten gezielt und schnell per Textnachricht auf mobilen Endgeräten vor Unwettern, Bränden, Erdbeben oder Überflutungen gewarnt werden. Das gilt für kommende sowie bereits eingetretenen Katastrophen. Hintergrund: Nach der Hochwasser-Katastrophe im Juli 2021 beschlossen Bund und Länder die Einführung von Cell Broadcast auch in Deutschland. Seitdem unterstützen die Mobilfunk-Betreiber bei der Umsetzung des neuen Warnsystems. Vodafone hat Cell Broadcast bereits in anderen europäischen Ländern eingeführt und hat auch in Deutschland in den Detailfragen zu technischer Umsetzung, Datenschutz und Sicherheitsanforderungen sowie systemischen Prozessen beraten. Zukünftig wird Cell Broadcast den in Deutschland bestehenden Warnmittelmix aus analogen und digitalen Warnkanälen – wie Sirenen, Rundfunk, TV oder Apps – ergänzen.

Cell Broadcast ermöglicht es, Warnungen einfach, schnell und zielgenau an eine große Anzahl von Menschen gleichzeitig zu versenden – das ist ideal für eine Alarmierung im Notfall. Das System funktioniert so: Die zuständigen Behörden erhalten Kenntnis über bevorstehende oder bereits eingetretene Katastrophen und legen ein Gebiet fest, für das die Warnung gilt. Diese Information übermitteln sie an die Mobilfunkbetreiber und verschicken die Warnmeldung als Cell-Broadcast-Textnachricht über das Mobilfunknetz an die Endgeräte der Mobilfunkkunden. Anders als bei einer SMS, aber ähnlich wie beim Radio, empfangen alle Geräte, die in den Funkzellen der jeweiligen Region eingebucht sind, die Warnmeldung – daher der Name Cell Broadcast. Je nach Warnstufe geben die Geräte sogar im lautlosen Modus einen Warnton aus. Das kann bei einer Warnung vor Naturgefahren (wie Hochwasser oder Erdbeben), Unwetter (wie schwere Stürme, Gewitter oder Hitzewellen), Schadstoffaustritte, Krankheitserregern, Großbränden oder weiteren akuten Gefahren (wie Bombenentschärfungen) der Fall sein. Cell Broadcast funktioniert auch dann, wenn das Netz stark belastet ist und ohne Datenverbindung.

Voraussetzung ist, dass das Mobilfunkgerät (Handy, Smartphone) angeschaltet und empfangsbereit sowie mit Cell Broadcast kompatibel ist. Vodafone empfiehlt seinen Kunden daher, rechtzeitig vor dem 8. Dezember zu prüfen, ob das eigene Endgerät die Funktion Cell Broadcast unterstützt. Dazu bedarf es der Betriebssysteme in folgenden Versionen: 
• iOS: jeweils neueste verfügbare Version für alle Geräte ab iPhone 6s
• Android: ab Version 11 aufwärts

Sofern diese Versionen noch nicht auf dem Endgerät vorhanden sind, sollte eine entsprechendes Aktualisierung installiert werden.

Der bundesweite Warntag ist wichtig, um Erfahrungen zu sammeln und auch für die Menschen in Deutschland den Ernstfall zu proben. Die Unterstützung der Bevölkerung während der Testphase hilft, das neue Warnsystem Cell Broadcast für die Einführung im kommenden Jahr startklar zu machen.

Weitere Information zu Cell Broadcast: Cell Broadcast – BBK (bund.de)