Dokumentarfilm: Truus‘ Children

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Duisburg. Das Filmforum am Dellplatz zeigt am Mittwoch, 16. November, um 18 Uhr den Film „Truus‘ Children“ (Englisch/Niederländisch mit deutschen Untertiteln). Die Filmvorführung ist eine Kooperationsveranstaltung vom Zentrum für Erinnerungskultur, der Stabsstelle Bildungsregion der Stadt Duisburg und dem Filmforum. Der Eintritt kostet 8,90 Euro.

„Truus‘ Children“ ist ein Dokumentarfilm über die Niederländerin Geertruida Wijsmuller-Meijer. Sie rettete in der NS-Zeit eine große Zahl jüdischer Kinder, indem sie Evakuierungstransporte nach England organisierte. Zu diesem Zweck reiste sie ab November 1938, als sich mit der sogenannten Pogromnacht die Judenverfolgung immer weiter zuspitzte, mehrfach nach Wien, bis sie schließlich von Adolf Eichmann empfangen wurde. Eichmann leitete zu dieser Zeit die „Zentralstelle für jüdische Auswanderung“. Anfang Dezember 1938 gab er Truus Wijsmuller die Zusage für einen Kindertransport nach England. Es folgten weitere Transporte, sodass schließlich mehrere Tausend Kinder aus Deutschland, Österreich und der Tschechoslowakei bis zum Beginn des Zweiten Weltkrieges nach England in Sicherheit gebracht werden konnten.

Die Regisseurinnen Pamela Sturhoofd und Jessica van Tijn nahmen für ihren Film Kontakt zu den noch lebenden „Kindern“ auf und interviewten sie – darunter auch zwei Kinder, die aus Duisburg stammten. So entstand ein beeindruckender Dokumentarfilm, der deutlich macht, dass bei konsequenter Ausschöpfung der Handlungsspielräume engagierte humanitäre Hilfe während der NS-Zeit möglich war

Im Anschluss an die Filmvorführung führt Andreas Pilger (Zentrum für Erinnerungskultur) ein kurzes Regisseurinnen-Gespräch mit Jessica van Tijn.

Karten für die Filmvorführungen sind im Vorverkauf erhältlich.

Weitere Information im Internet.