Ratingen. Mit einem aktuellen Antrag setzt sich die CDU-Fraktion im Stadtrat für den Rückbau zweier seit Jahren leerstehender und nicht mehr nutzbarer Gebäude in der Innenstadt ein. Konkret geht es um das ehemalige Wohnhaus mit Garagenhof an der Grabenstraße sowie die frühere Lehrwerkstatt des Adam-Josef-Cüppers-Berufskollegs an der Minoritenstraße.
Das Gebäude an der Grabenstraße wurde jüngst von der Stadt Ratingen im Rahmen der städtebaulichen Sanierung erworben. Ziel von Rat und Verwaltung ist es, die frisch sanierte Stadtmauer, den Wallgraben und den Trinsenturm wieder stärker erlebbar zu machen und städtebaulich aufzuwerten. Das seit Jahrzehnten leerstehende Gebäude befindet sich in einem abgängigen Zustand und ist wirtschaftlich nicht mehr sinnvoll nutzbar.
Auch an der Minoritenstraße sieht die CDU dringenden Handlungsbedarf. Die ehemalige Lehrwerkstatt des Berufskollegs ist aufgrund erheblicher Baumängel seit Jahren ungenutzt und beeinträchtigt das Stadtbild in unmittelbarer Nähe zur Innenstadt. Gleichzeitig besteht akuter Raumbedarf der Schule selbst: Die bislang in Lintorf untergebrachten Berufsschulklassen sollen perspektivisch wieder an den Hauptstandort in Ratingen-Mitte zurückgeführt werden.
Über den Antrag wird zunächst im zuständigen Bezirksausschuss Ratingrn-Mitte am 22. Januar beraten.
„Der Rückbau der beiden Gebäude ist ein sachlich notwendiger Schritt. Wir schaffen damit die Grundlage für eine städtebauliche Aufwertung der Innenstadt und zugleich für dringend benötigte Entwicklungsspielräume – insbesondere mit Blick auf den Bildungsstandort an der Minoritenstraße“, erklärt Stefan Heins, Fraktionsvorsitzender der CDU.
Für den Bereich an der Grabenstraße sieht die CDU-Fraktion zunächst eine zurückhaltende Zwischennutzung vor. „Der Rückbau bietet die Chance, diesen historisch sensiblen Bereich wieder in Szene zu setzen und die Grünfläche des Wallgrabens sinnvoll zu ergänzen“, erläutert Thomas Angst. Denkbar sei eine einfache Grünanlage mit zusätzlichen Fahrradabstellmöglichkeiten, ohne die Fläche für spätere städtebauliche Entwicklungen festzulegen.
Auch an der Minoritenstraße besteht aus Sicht der CDU dringender Handlungsbedarf. Die ehemalige Lehrwerkstatt des Berufskollegs ist aufgrund erheblicher Baumängel seit Jahren ungenutzt und beeinträchtigt das Stadtbild in unmittelbarer Nähe zur Innenstadt. Gleichzeitig besteht ein zunehmender Raumbedarf für das Berufskolleg, unter anderem durch die perspektivische Rückführung bislang ausgelagerter Klassen an den Hauptstandort in Ratingen-Mitte.
„Der Rückbau der alten Lehrwerkstatt ist nicht nur eine städtebauliche Notwendigkeit, sondern auch eine wichtige Voraussetzung, um dringend benötigte Schulräume am Hauptstandort zu schaffen“, betont Gerold Fahr.
Die CDU-Fraktion spricht sich dafür aus, den Rückbau beider Gebäude gemeinsam zu beauftragen, um wirtschaftliche Vorteile zu nutzen. Parallel soll die Verwaltung Vorschläge für eine sinnvolle Interimsnutzung der freiwerdenden Flächen erarbeiten sowie die Rückbau- und Herrichtungskosten ermitteln.


