Autobahnmeistereien auf Winter vorbereitet

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Krefeld. Bei Tagestemperaturen von bis zu 20 Grad in diesem bisher ungewöhnlich milden Oktober mag man über die bevorstehenden Wintermonate noch gar nicht nachdenken. Aber: Selbst wenn sibirische Verhältnisse im Rheinland selten sind, werden sie kommen – Tage und Nächte mit Frost, Eis und Schnee.  

Ob in der rheinischen Tiefebene oder im Mittelgebirge: Alle 15 Autobahnmeistereien zwischen Isselburg und Weilerswist sind auf die kommenden kalten Monate vorbereitet. „Unsere rund 340 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im Betriebsdienst sorgen bei Bedarf rund um die Uhr für sichere Autobahnen. Dafür sind sie ab Anfang November bis Ostern mit 118 Winterdienstfahrzeugen im Einsatz. Zudem lagern mehr als 27.000 Tonnen Salz und etliche Kubikmeter Sole in den Hallen an den rheinischen Autobahnen“, betont Thomas Ganz, Leiter der Niederlassung Rheinland der Autobahn GmbH.  

Insgesamt betreuen die Autobahnmeistereien mehr als 1200 Kilometer Autobahnen an Rhein und Ruhr. Das dichte Streckennetz stellt mit seinen Besonderheiten den Winterdienst vor sehr unterschiedliche Herausforderungen. Vor allem in den Verkehrsspitzenzeiten morgens und am Nachmittag erschwert das sehr hohe Verkehrsaufkommen um die Großstädte Köln, Bonn, Düsseldorf und im Ruhrgebiet das Durchkommen der Streufahrzeuge. 

Glatt wird es auch ohne Schnee 
Frostige Nachttemperaturen und hohe Luftfeuchtigkeit sorgen vor allem in der Eifel schon relativ früh im November dafür, dass der Winterdienst ausrückt. Zudem können sich Flussquerungen – wie die über den Rhein, aber auch jene über kleinere Gewässer – im Winter rasch zu unfreiwilligen Rutschbahnen für die Verkehrsteilnehmer verwandeln, da sie von oben und unten auskühlen. Daher legen die Autobahnmeistereien auf sie ein besonderes Augenmerk.  

Wenn in den kommenden Wochen der Winter mit Schnee und Frost ins Rheinland kommen sollte, stehen die Kolleg*innen der Autobahnmeistereien bereit – Tag und Nacht, und auch an Sonn- und Feiertagen. Alle Verkehrsteilnehmenden können übrigens dazu beitragen, dass der Winterdienst noch besser funktioniert und das „große Chaos“ ausbleibt: indem sie rechtzeitig passende Bereifung aufziehen und ihre Fahrweise an die Witterungsverhältnisse anpassen. Denn Unfälle und querstehende Fahrzeuge sorgen dafür, dass auch der am besten vorbereitete Winterdienst nicht mehr durchkommt und die Straßen räumen kann.