Ausstellung „Flucht und Elhö“ von Gabriele Liffers

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Ratingen-West/Kirchenkreis Düsseldorf-Mettmann. Die Kunstwerke von Gabriele Liffers sind ab Sonntag, 14. August, in der Versöhnungskirche, Maximilian-Kolbe-Platz 24/26 in Ratingen-West zu sehen. An diesem Sonntag gibt es um 11 Uhr einen Gottesdienst mit Pfarrer Matthias Leithe, im Anschluss folgt die Vernissage mit der Künstlerin und die Gelegenheit mit ihr ins Gespräch zu kommen.

Die Ausstellung ist bis zum 25. September 2022 zu sehen, sonntags nach dem Gottesdienst um 10.30 Uhr. Besuchstermine außerhalb dieser Zeit können mit Pfarrer Matthias Leithe vereinbart werden, Telefon 02102/4904-05.

Immer wieder sind Menschen auf der Flucht. In zerbrechlichen Booten kommen sie übers Meer. Andere entkamen soeben einem Krieg. Das Entsetzen über Erlebtes steht in ihren Gesichtern. Und die Nachrichten aus der Ukraine wecken bei vielen älteren Gemeindemitgliedern Erinnerungen an die eigene Flucht. In nächtlichen Träumen durchleben sie noch einmal ihre alten Traumata.

Was tun nur Menschen immer wieder Mitmenschen an? Grautöne und leuchtendes Rot dominieren die Bilder von Gabriele Liffers, in denen sie sich mit der „Flucht“ beschäftigt.

Ihre Bilder regen zum Nachdenken an: Wohin fliehen? Wo ankommen können? Wann bleiben dürfen?  Wird – nein muss – das auf immer und ewig so weitergehen?

Auch in der Bibel finden sich solche Fluchtgeschichten. Fluchterfahrungen von Menschen prägen bis heute die Glaubensaussagen von Juden, Christen und Muslimen und ihre Auffassungen vom Menschsein. Diese können in den kommenden Sonntagsgottesdiensten während der Ausstellung entdeckt werden.

Dazu werden hier auch Bilder mit dem Titel „elhö“ gezeigt, die an die Anfänge menschlichen Kunstschaffens, nämlich die Höhlenmalerei erinnern. Ist es das, was den Menschen ausmacht: seine Kreativität und der Willen zur Gestaltung? Braucht heilsame Veränderung von Lebensumständen eher behutsame Veränderungen und Weiterentwicklungen des eigenen Lebensraumes oder doch eher Brüche, Fluchtgeschichten, also radikale Neuanfänge? 

Foto: privat