Barcelona – Eindrücke einer Kulturreise

Werbung

Sagrada Familia (Foto: Susanne Wallstein)

Hösel. Äußerst erlebnisreich ging die fünftägige reich gefüllte Kulturreise in die Weltstadt der Architektur Barcelona unter fachkundiger Leitung zu Ende. Diese Reise wurde komplett nach Wünschen des Kulturkreises von einem Hamburger Veranstalter zusammengestellt. 

Strategisch gut lag das Hotel in der Ciutat Vella, die Altstadt von Barcelona. Begleitet von vielen interessanten Informationen über Stadt, Kultur und Architektur ging es noch am selben Tag der Ankunft durch die engen geschichtsträchtigen Gassen, vorbei an der Kathedrale, über die Ramblas (zur Zeit eine einzige große Baustelle) bis zur Boqueria, der bekanntesten und damit auch der touristischsten aller 39 Markthallen. Der Weg führte an herausragenden Jugendstilbauten vorbei bis zur Casa Milà, besser bekannt als La Pedrera. Entworfen von Antoni Gaudí, zeichnet es sich durch seine revolutionäre, organische Architektur ohne rechte Winkel aus.

Die wellenförmige Steinfassade, die fantasiehaften Schornsteine auf dem Dach und die innovative Stahlkonstruktion machen sie zu einem der neun UNESCO-Weltkulturerbestätten in Barcelona und zum Inbegriff des Modernisme (katalanische Form des Jugendstils).

Am nächsten Morgen ging es auf den Montjuic, einen der beiden Hausberge Barcelonas. Auf ihm wurden sowohl die Weltausstellung des Jahres 1929 als auch die Olympischen Sommerspiele1992 ausgetragen. Dort besuchte die Gruppe die Fundación Joan Miró, einem der weltweit einflussreichsten spanischen Künstler des 20.Jahrhunderts. Der Architekt Josep Luis Sert, ein Schüler von le Corbusier, hat das kubistisch anmutende Ausstellungsgebäude in enger Zusammenarbeit mit und für Miró geschaffen.

Auf dem Weg bergab erreichte die Gruppe den Weltausstellungs-Pavillon (1929) von Ludwig Mies van der Rohe, einem der bedeutendsten Architekten der Moderne. Zur Mittagspause ging es in das Caixa-Forum, ein Kulturzentrum in den Gebäuden der ehemaligen Textilfabrik Casaramona, entworfen von dem Architekten Puig i Cadafalch und noch immer ein wirklicher Geheimtip.

Ein weiterer Höhepunkt war natürlich Antoni Gaudís weltberühmte Sagrada Familia, seit wenigen Wochen die höchste Kirche der Welt durch das in Gundelfingen an der Donau in Deutschland hergestellte und erst vor wenigen Tagen montierte riesige Kreuz auf dem Hauptturm der Basilika. Der Papst wird das Kreuz Anfang Juni weihen. Von dort aus ging es mit dem Linienbus hinauf zum Park Güell, eine 17 Hektar große Gartenanlage, in der Antoni Gaudí seinem kreativen Geist freien Lauf ließ. Organische Formen, farbenfrohe Mosaike, Säulengänge und üppige Natur verbinden sich in wunderbarer Weise. Wunderschöne Ausblicke von hier auf Barcelona. Das später besuchte Hospital de San Pau (das älteste Krankenhaus in ganz Spanien) war bis 2009 voll funktionsfähig, bunt und fröhlich, das Hauptwerk des Architekten Luís Domènech i Montaner.

In dem „Klinikkomplex“ stehen mediterrane Pflanzen und blühende Orangenbäume neben Pavillons im maurischen Stil. Und so sieht man eine der interessantesten und originellsten Attraktionen außerhalb der Welt Gaudis. Später ein weiteres Highlight: Mit dem Reisebus ging es über Serpentinen hoch zum weltberühmten Benediktinerkloster Montserrat (45 km von Barcelona entfernt), der Heiligen Gralsburg, verewigt u.a. in „Lohengrin“. Schon von weitem bietet das 1.236 Meter hohe bizarre Felsgebilde einen grandiosen Anblick.

Frisch ist es dort oben. Das Kloster selbst ist architektonisch keine besondere Sehenswürdigkeit. Es begeistert vor allem durch die Kulisse und durch die „Schwarze Madonna“, die Schutzpatronin Kataloniens, die über dem Hochaltar in der Basilika thront. Der weitere Weg führte zu Codorniu nach Sant Sadurni d’Anoia, in die älteste Weinkellerei in Katalonien. Ein Werk des bedeutenden Architekten Puig i Cadafalch und Zeugnis des weltweit bedeutsamsten Cava-Herstellers, der immer noch nach der traditionellen Champagner-Methode produziert. Nach der Führung durch das imposante Architekturdenkmal ist die Gruppe mit einem kleinen elektrischen Zug durch die historischen, kilometerlangen unterirdischen Weinkeller (20 Meter unter der Erde) regelrecht „gepest“. Und alle hatten ihren Spaß dabei.

Dann gab es eine Cava-Verkostung. Am letzten Tag noch ein Abstecher in die pittoreske Kleinstadt Sitges mit seiner reichen Kultur und der schönen Strandpromenade. Sitges gilt als das St.Tropez von Katalonien. In einem schönen Strandrestaurant sind dann schon zwei große Tische gedeckt, mit Blick auf das blau schimmernde Meer. Ein wahrhaft romantischer Abschluss. „Es war eine erlebnisreiche Reise für Kultur- und Architekturbegeisterte in eine faszinierende Stadt voller Leben, Kultur und Genuss. Wir erhielten so viele tiefe Einblicke, die man als Tourist normalerweise nicht bekommt“, so das einhellige Urteil aller Teilnehmer.  

Interessenten des reich bebilderten ganzen Reiseberichts werden in Kürze auf der Homepage kulturkreis-hoesel.de/rueckschau fündig. 

Werbung