Ratingen. Tiefe Trockenrisse im Boden, welke Pflanzen, nicht reifendes Gemüse – allerorten. Die Brunnen in vielen Kleingärten liefern ab zwölf Meter kein Wasser mehr! Angesichts der massiven Trockenheit hilft die Feuerwehr mittlerweile dem Grünflächenamt beim Bewässern der Straßenbäume.
Vom 1. Januar bis zum heutigen Tag sind 401,8 Liter pro Quadratmeter Regen gefallen. Ratingens „Wetterfrosch“ Klaus Mönch: „Statistisch hätten 560,01 Liter fallen müssen. Das heißt, es fielen 158,21 Liter zu wenig. Das bedeutet, uns fehlen 2 Monate und 6 Tage Regen.“
Im Juli fielen 9,6 l/m², üblich sind 78,55 l/m². Es gab 24 Tage ohne Niederschlag. Im August fielen bis jetzt 4,4 l/m².
Ob es ein ähnlich trockenes Jahr wie 1959 wird, bleibt abzuwarten. Es fielen nur 432,5 Liter. Das Trinkwasser aus den Talsperren musste damals rationiert werden.
Das krasse Gegenteil mit 1.452 Liter war 1952 der Fall.
Der langjährige Schnitt liegt bei 854,04 Litern.
Das Foto vom 10. August hat der Wetterfrosch am Kaiserswerther Fähranleger geschossen. Es zeigt das Rheinufer mit Blick auf Kaiserswerth. Die Fähre hat wegen Niedrigwasser ihren Betrieb eingestellt.

