Weinmarkt: Aussichten für neue Ernte

Werbung

Symbolbild

Lintorf. Am langen Fronleichnamswochenende, 30. Mai, bis 2. Juni, können die Lintorfer auf dem Schützenplatz am Thunesweg die Weine der fünf rheinhessischen Weingüter Achenbach (Wonsheim), Busch (Volxheim), Dorst (Wörrstadt), Hammen (Schornsheim) und Knell (Albig) kosten. Der Weinmarkt ist wie gewohnt ab 12 Uhr geöffnet, nur am Freitag öffnet er erst ab 15 Uhr.

Während der beim Weinmarkt angebotene Wein vom vergangenen Jahr eine hervorragende Qualität hat, blicken die fünf Winzer pessimistisch in die Zukunft. Sie rechnen mit hohen, zum Teil sehr hohen Ernteausfällen.

Der Winter 2023/24 hat endlich wieder die Feuchtigkeit gebracht, die nötig war, heißt es in einer Presserklärung der Winzer.

Der warme April sorgte aber für einen frühen Austrieb der Reben. Die Angst der Winzer, dass dies nicht gut gehen könne, bestätigte sich in den Nächten vom 22. auf den 23. April und vom 23. auf den 24. April. Nach der ersten Nacht dachten die Winzer, dass es ist doch nicht so schlimm gekommen sei wie befürchtet. Einige Winzer in der Region hatten sogar Kerzen in den Weinbergen aufgestellt, um das Schlimmste zu verhindern.

„500 Kerzen werden je Hektar benötigt“, erklären die Winzer. Irgendwer müsse die Kerzen anzünden und darauf achten, dass sie auch nicht ausgehen. Aber bei dem, was in der Nacht darauf kam, hätten sie eh nichts genutzt.

Bei minus fünf Grad Celcius sind viele Triebe erfroren. Die Weinreben würden zwar wieder austreiben, jedoch sind die neuen Triebe in diesem Jahr nicht mehr fruchtbar. Dadurch wird es zu erheblichen Ernteausfällen kommen.

Im Schnitt gehen die fünf rheinhessischen Winzer von 50 bis 60 Prozent Ernteausfall aus. Mancherorts seien die neuen Triebe vollständig erfroren. Die Winzer müssen die Reben pflegen, werden aber keinerlei Ertrag haben.

Werbung