Vom LTC-Hartplatz nach New York

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Lintorf. Wenn in diesen Spätsommertagen der gelbe Filzball mit hoher Präzision und gewaltigem Tempo über den Hartplatz des Lintorfer Tennisclubs (LTC) zischt, schaut der Vereinsnachwuchs besonders aufmerksam an den Platzrand. Der Grund für die spürbare Begeisterung auf der Anlage an der Straße An den Banden: Tennisprofi Tom Gentzsch absolviert seine heiße Vorbereitungsphase vor dem Abflug zu den US Open genau dort, wo seine sportliche Reise einst begann.

Der 22-jährige Ratinger verbrachte seine ersten Jahre im Tennissport auf der Lintorfer Anlage und träumte damals schon von Rolland Garos und Wimbledon. Von Platz 250 der ATP-Weltrangliste im Frühjahr des Jahres katapultierte er sich in ungeahnte Höhen und liegt nun auf Weltranglistenposition 145. Grund für diesen Karriere- und Leistungssprung ist die Tatsache, dass im Moment einfach vieles zusammenpasst. „Wir haben hart gearbeitet und an ein paar Stellschrauben gedreht. Ich bin glücklich und habe extrem viel Spaß auf dem Platz. Die innerliche Zufriedenheit gibt häufig dann den entscheidenden Ausschlag für gute Leistungen,“ erklärt Gentzsch.

Nach Lintorf kommt das junge Talent immer wieder gern, weil er den Freiluft-Hartplatz in fünf Minuten von zuhause erreicht. Am Mittwoch geht es nun für ihn in die USA, wo er sich mit intensiven Trainingseinheiten auf die Bedingungen im USTA Billie Jean King National Tennis Center in Flushing Meadows vorbereitet. Das Turnier ist sehr gut besetzt und es wird eine richtig schwierige Aufgabe, aber sein Ziel ist es, sich fürs Hauptfeld zu qualifizieren. Trotz des eng getakteten Terminkalenders und des straffen Trainingsplans fand Gentzsch aber noch Zeit für ein Gespräch mit Jugendspielern des Vereins und Autogramme gab er natürlich auch noch sehr gern. Die gesamte LTC-Familie drückt „ihrem Jung“ für Flushing Meadow natürlich die Daumen und freut sich jederzeit über einen erneuten Besuch.