THW: Pumpen üben am Grünen See

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Lintorf/Ratingen. Zur Ausbildung an den Grünen See in Ratingen-West ging es jetzt für 15 Einsatzkräfte des THW Ratingen vom Standort am Hülsenbergweg in Lintorf. Die Ehrenamtlichen der Fachgruppen Notversorgung und Notinstandsetzung (FGr N) sowie Wasserschaden/Pumpen (FGr WP) übten den Betrieb von Elektropumpen.

Für etwas Aufsehen am Grünen See sorgten die THW-Helferinnen und -Helfer jetzt mit ihren blauen Einsatzfahrzeugen. Sie nutzten das Naherholungsgebiet für eine Übung. In gemischten Teams nahmen sie den großen Stromerzeuger der FGr N in Betrieb, bauten die Elektroverteilung auf, platzierten die Tauchpumpen, stellten ein Pufferbecken auf und zogen Schläuche. „Auf diesem Weg lernen die Einsatzkräfte nicht nur sich, sondern auch die Ausstattung der beiden Gruppen besser kennen“, erklärt Nils Schwiemann, Gruppenführer FGr N.

Mit dem Einschalten der Pumpen war es nicht erledigt. „Die Wasserförderung im Pufferbetrieb muss überwacht und Maßnahmen ergriffen werden, damit die Pumpen nicht trocken laufen oder das Wasser ständig aus dem Becken überläuft“, führte Franziska Schindler, Gruppenführerin der FGr WP, aus. Nach dem ersten Durchgang wurde getauscht und kleinere Veränderungen im Aufbau der Förderstrecke vorgenommen, um verschiedene Maßnahmen zu testen und Verbesserungen umzusetzen. „Die Herausforderung für uns ist, dass die vorhandenen Pumpenmodelle über keine Drehzahlregelung verfügen. Daher ist Geschick und Improvisation gefragt, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen“, so Schindler.

Beide Fachgruppen besitzen unterschiedliche Tauchpumpen und können mit diesen zum Beispiel Keller, Tiefgaragen oder überschwemmte Gebiete von Wasser befreien. Unterschiede bestehen dennoch zwischen den Einheiten. Die FGr WP verfügt über eine Großpumpe sowie mehr und leistungsstärkere Tauchpumpen. Dabei ist sie wiederum auf die Stromversorgung durch andere Gruppen angewiesen. Die benötigte Energie liefert im großen Stil die Fachgruppe Elektroversorgung oder die FGr N in etwas geringerem Umfang. „Aus diesem Grund ist es sinnvoll, dass FGr N und FGr WP gemeinsam üben. So klappt es im Einsatzfall besser“, begründet Schwiemann die Idee hinter dem gemeinsam Dienst.

Foto: THW/Sebastian Vogler