Städte planen neuen Deilbachsteig

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Essen, Hattingen, Velbert. In Essen, Hattingen und Velbert-Langenberg soll ein neuer, überörtlicher Wanderweg entstehen. Am Freitag, 2. Dezember, unterzeichneten Simone Raskob (Stadt Essen), Dirk Glaser, Bürgermeister Stadt Hattingen, Stephan Kopp (Kreis Mettmann) und Andreas Bomheuer, Vorsitzender des Vereins Freunde und Förderer des Deilbachtales, den Vertrag für die Errichtung und Unterhaltung des Deilbachsteigs.

Der neue Wanderweg wird rund 30 Kilometer lang sein und in den Essen, Hattingen und Velbert über 40 kulturhistorisch bedeutende Orte und Aussichtspunkte auf das Ruhrtal, die Elfringhauser Schweiz, die Wilhelmshöhe oder die Kleinindustrie Deilbach passieren. Zu einer der Stationen zählt auch das Arbeiterhaus des Ensembles Deilbachhammer in Essen-Kupferdreh, in dem die Vertragsunterzeichnung stattfand. Das Ensemble Deilbachtal wurde Mitte des 18. Jahrhunderts errichtet und gilt als letztes Hammerwerk des Ruhrgebiets, das sich noch an seinem Originalschauplatz befindet.

Andreas Bomheuer, Vorsitzender des Vereins Freunde und Förderer des Deilbachtals: „Ist das Weltkulturerbe Zeche Zollverein Symbol für das Ende des Zeitalters der Montanindustrie, so steht das Ensemble des Eisenhammers für den Beginn dieser Epoche, für den Übergang der Agrarkultur in das Industriezeitalter.“ Aber der Deilbachsteig weist ausdrücklich über die 250-jährige Industriegeschichte des Reviers hinaus. Denn er macht die Anfänge der Kulturgeschichte dieser Region erfahrbar, da er auch die mittelalterliche Burgruine Isenburg in Hattingen und in Verbindung mit dem Baldeneysteig auch die mittelalterliche Burgruine Isenburg in Essen erschließt.

Der Deilbachsteig ist je nach Interesse, Motivation und Ehrgeiz ein beschaulicher, sportlicher und kulturhistorisch bedeutsamer Wanderweg in drei Städten des Ruhrgebietes und des bergischen Landes. Für die rund 30 Kilometer wird eine Tageswanderung kalkuliert.

„Der Deilbachsteig wird die Wanderwegfamilie neben dem Baldeneysteig, dem Kettwiger Panoramasteig und dem Zollvereinsteig wundervoll ergänzen“, so Simone Raskob. Durch den Wanderweg können vielfältige Eindrücke zu Kultur- und Naturräumen des Ruhrgebietes gesammelt und erlebt werden.

Stephan Kopp beschreibt den Wanderweg als eine Verbindung zwischen dem Ruhrgebiet und dem bergischen Land, entlang von zahlreichen kulturhistorischen Orten in einer landschaftlich reizvollen Umgebung und somit als eine Bereicherung für die ganze Region.

Dirk Glaser: „Das Wandern erfreut sich wachsender Beliebtheit und dieser Weg schafft wichtige Verbindungen zwischen Rheinland und Westfalen!“

Willi Kohlmann (Essen, von links), Andreas Bomheuer (Verein Freunde und Förderer des Deilbachtales), Stephan Kopp (Kreis Mettmann), Simone Raskob (Essen) und Dirk Glaser (Hattingen) (Foto: Elke Brochhagen)