Ratingen. Am Donnerstag, 6. August, haben in Ratingen erneut Einsatzkräfte der Polizei und des Hauptzollamts Düsseldorf zusammen mit dem Straßenverkehrsamt des Kreises sogenannte „Park & Fly“-Unternehmen kontrolliert und hierbei mehrere Verstöße festgestellt.
In der Zeit von 8 bis 14 Uhr kontrollierten die Einsatzkräfte in Ratingen 14 Shuttle-Transporter, die augenscheinlich Park-Service-Anbietern zugeordnet werden konnten. Bei vier der kontrollierten Fahrzeuge wurde festgestellt, dass keine Genehmigung zum Transport von Personen vorlag – entsprechende Berichte an das Straßenverkehrsamt waren die Folge.
Während einer Standkontrolle fiel den Polizistinnen und Polizisten ein Fahrzeug mit niederländischen Kennzeichen auf, das mehrmals vorbeigefahren war. Bei einer Kontrolle wurde festgestellt, dass es sich bei dem Fahrzeug um ein Kundenfahrzeug eines „Park & Fly“-Unternehmens handelte, das dafür genutzt wurde, andere Kundinnen und Kunden zum Flughafen zu transportieren. Es wurde eine Strafanzeige wegen des unbefugten Gebrauchs eines Fahrzeugs gefertigt und die Weiterfahrt wurde untersagt.
Außerdem stellten die Einsatzkräfte des Zolls während der Kontrollen einen Sozialversicherungsverstoß und einen Meldeverstoß fest und fertigten eine Strafanzeige und eine Ordnungswidrigkeitenanzeige.
Immer mehr Reisende nutzen sogenannte „Park-Service“- oder „Park & Fly“-Dienstleistungen: Kundinnen und Kunden übergeben dabei am Flughafen ihr Auto an Unternehmen, die das Fahrzeug gegen eine Gebühr für die Dauer der Reise an einem zuvor vereinbarten Stellplatz parken.
In der Vergangenheit ergab sich für die Polizei in Ratingen der Verdacht, dass einzelne Unternehmen ihre Dienstleistungen nicht ordnungsgemäß betreiben und die Fahrzeuge ihrer Kundinnen und Kunden missbräuchlich benutzen – zum Beispiel für Shuttle-Fahrten, bis hin zur Begehung von Straftaten wie zum Beispiel der Durchführung illegaler Straßenrennen. So wurden im Bereich Ratingen oft betroffene Fahrzeuge mit zum Teil erheblich erhöhten Kilometerständen oder Fahrzeugschäden an Kundinnen oder Kunden zurückgegeben. Es kam insbesondere im Bereich Ratingen-West zu Beschwerden von Anwohnerinnen und Anwohnern, da die betroffenen Fahrzeuge im öffentlichen Verkehrsraum abgestellt wurden.

