Ratingen. Eine fulminante Aufführung und eine denkwürdige Inszenierung erwartet die Besucher am Sonntag, 29. März, um 18 Uhr in der Stadthalle, Schützenstraße 1. Die Opernwerkstatt am Rhein präsentiert Shakespeares „Hamlet“ als Rockmusical.
Bröckelnde politische Strukturen, ungewisse gesellschaftliche Verhältnisse und niemand mit Visionen für eine bessere Zukunft – die Tragödie „Hamlet“ von William Shakespeare wird wieder mal zu einem hochaktuellen Stück. Augenblicklich herrscht in vielen Ländern das Gefühl vor, dass etwas faul im Staate Dänemark ist. Hamlets Vater ist gestorben und kurz darauf heiratet seine Mutter Claudius, den Bruder des verstorbenen Königs. Als Hamlet erfährt, dass Claudius seinen Vater ermordet hat, sinnt er auf Rache. Gefangen in gesellschaftlichen Konventionen, gebunden durch seine Liebe zu Ophelia und im Zweifel, ob es richtig ist, Gleiches mit Gleichem zu vergelten oder allem zu entfliehen und dem eigenen Leben ein Ende zu setzen, nimmt die Tragödie ihren Lauf.
Das Musical ist gespickt mit Songs, die von den 80er Jahren über die nachfolgenden Jahrzehnte bis heute reichen. Historisch anmutende Kostüme, aufwendige Choreographien und Fechtszenen sowie eine beeindruckende Musikauswahl untererstreichen die jeweiligen Figuren und ihre Handlungen.
Klassische Shakespeare-Texte treffen auf aktuelle Rockmusik und ein klares, modernes Bühnendekor auf aufwendige historisch anmutende Steampunk-Kostüme. Dorothea Nicolai, die für gewöhnlich die Salzburger und Bayreuther Festspiele ausstattet, spielt hier bei den Kostümen mit historischen Elementen, Steampunk und „used look“.
„Ein gewagtes Experiment ist aufgegangen und ich bin sehr glücklich, dass alle bisherigen, rund 50 Vorstellungen mit tosendem Applaus und Standing Ovations belohnt wurden. Shakespeares Klassiker ist über 400 Jahre alt und immer noch zeitgemäß, weil das Stück von zerfallenden politischen Strukturen, ungewissen gesellschaftlichen Verhältnissen, Tragik, Liebe und Intrigen handelt, und das wird gespielt mit Hits aus 30 Jahren Pop- und Rockgeschichte.“, fasst Regisseur Sascha von Donat die Aufführung zusammen.
Eintrittskarten sind ab 19,- Euro im Ticketbüro des Kulturamts, Minoritenstraße 2-6, an allen bekannten Vorverkaufsstellen sowie online bei www.westticket.de erhältlich. Jedes Ticket der Kulturveranstaltungen des Kulturamts enthält ein Ticket für den öffentlichen Nahverkehr im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR).


