Polizei: Kontrolleinsatz am Berliner Platz

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Ratingen-West. Am Donnerstag, 8. September, führte die Kreispolizeibehörde Mettmann einen direktionsübergreifenden Kontrolleinsatz am Berliner Platz durch. Ziel war insbesondere, Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz festzustellen. Bekannte Strukturen sollten weiter erhellt werden, um aus den hieraus gewonnenen Erkenntnissen eine zielgerichtete Strafverfolgung betreiben zu können.

Der unter dem Namen „Zoom“ geführte Kontrolleinsatz dient als neues Projekt zur Kriminalitätsbekämpfung im Kreis Mettmann und steht für „Zielorientierte operative Maßnahmen“. Angelehnt ist die Idee an die Zoom-Funktion einer Kamera: Mit der Funktion können Situationen und Motive genauer betrachtet und in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit genommen werden.

Die Beamten leiteten insgesamt sechs Ermittlungsverfahren und zwei Ordnungswidrigkeitenverfahren ein. Eine Person nahmen sie fest. Sie stellten in gleich vier Fällen Betäubungsmittel und einen gestohlenen E-Roller sicher.

Der im polizeilichen Fahndungssystem als gestohlen gemeldete E-Roller war von einem 37-jährigen Ratinger geführt worden. Der gab an, den Roller am Tag zuvor gekauft zu haben. Die Beamten leiteten gegen den 37-Jährigen ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Hehlerei ein.

In vier Fällen konnten bei Personen, die am oder in der Nähe des Berliner Platzes angetroffen wurden, geringe Mengen Betäubungsmittel festgestellt werden.

Die Beamten leiteten Ermittlungsverfahren ein und stellten das Betäubungsmittel sicher. In einem Fall konnte bei einem 27-Jährigen zusätzlich festgestellt werden, dass seine Aufenthaltsgestattung abgelaufen und er zur Abschiebung im polizeilichen Fahndungssystem ausgeschrieben war. Die Beamten nahmen den Mann fest. Die weitere Bearbeitung übernahm das in diesem Fall zuständige Ausländeramt.

Des Weiteren stellten die Beamten bei einer Personenkontrolle ein Einhandmesser fest, welches von dem Betroffenen ohne berechtigtes Interesse in der Öffentlichkeit geführt wurde. Das Messer wurde sichergestellt und ein Ordnungswidrigkeitenverfahren nach dem Waffengesetz eingeleitet.

Einsatzkräfte des Verkehrsdienstes stoppten gegen 18:50 Uhr die Fahrt eines 33-jährigen Opelfahrers auf der Westtangente und stellten bei der allgemeinen Verkehrskontrolle Anzeichen auf einen vorangegangenen Drogenkonsum fest. Zur weiteren Beweisführung wurde die ärztliche Entnahme einer Blutprobe auf der Polizeiwache Ratingen angeordnet und dem Ratinger die Weiterfahrt untersagt.

Auch ein weiterer Fahrzeugführer, welcher beim „Zoom“-Einsatzes kontrolliert wurde, durfte sein Fahrzeug nicht mehr weiterführen. Da er bereits seit 2013 nicht mehr im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis ist, leiteten die Beamten sowohl gegen ihn als auch gegen die Fahrzeughalterin ein Ermittlungsverfahren ein und untersagten dem Mann die Weiterfahrt.

Die Beamtinnen und Beamten werden auch zukünftig verschiedene Viertel und Stadteile ihres Wachbereiches besonders in den polizeilichen Blick nehmen.
Foto: Polizei