Neue Quecke: Was macht die Amphore im Brunnen?

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Lintorf. Am Wochenende erscheint die neue Quecke, die Jahresschrift des Vereins Lintorfer Heimatfreunde (VLH). In einem Beitrag beschäftigen sich die beiden Archäologen Cordula Brand und Khaled Al Ahmed mit der in einem mittelalterlichen Brunnen am Weiher gefundenen Amphore.

„Die Überraschung war groß, als zuunterst, auf der grauen Sandschicht aufliegend und wahrscheinlich ursprünglich zur Brunnenverfüllung gehörend eine große … Amphore … angetroffen wurde“, schreiben die beiden Autoren in ihrem Bericht. Sie hat ein Fassungsvermögen von etwa 50 Liter.

Vermutlich stammt die Amphore aus dem späten 11. bis 14. Jahrhundert. Wie sie in den Brunnen gekommen ist, können sich die Archäologen noch nicht erklären. Als Schöpfgefäß war die Amphore mit rund 70 Kilogramm Gewicht, wenn sie voll Wasser war, ungeeignet. Vielleicht wurde die Amphore im Brunnen deponiert, vermuten die Archäologen.

Doch die Amphore ist nur einer von gut 100 Funden, die auf dem Grundstück am Weiher bei der Ausgrabung ans Tageslicht kamen. „Die 55 Keramikfunde datieren von der Eisenzeit bis in die Neuzeit“, schreiben Brand und Khaled.

Mehr zu der spannenden Geschichte unter der alten Gaststätte Am Weiher findet sich im Text der Archäologen in der neuen Quecke. Doch das ist nur eines von vielen unterschiedlichen Themen in der neuen Ausgabe. Mehr als 30 ehrenamtliche Autoren haben wieder über 40 Artikel für die Ratinger und Angerländer Heimatblätter geschrieben. 

Ab Freitag, 3. Dezember, startet der Verkauf der 220 Seiten umfassenden Ausgabe 91. Dann ist sie von 9 bis 17 Uhr vor der Druckerei Preuß in der Siemensstraße für die gewohnten 7,50 Euro erhältlich. Am Samstag, 4. Dezember, 10 bis 13 Uhr findet wieder der „Fensterverkauf“ in der Helpensteinmühle, Hülsenbergweg, statt. Am Montag, 6. Dezember, 10 bis 12 Uhr kann die Quecke im alten Rathaus, Speestraße 2, erworben werden. Ab Montag beginnt dann auch der Verkauf in Buchhandlungen und bei den bekannten Verkaufsstellen.

Foto: privat