Lintorfer Schüler setzen Zeichen für Frieden

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Lintorf. Es sind wirklich komische Zeiten, wenn Schülerinnen und Schüler sich in der Pause über Krieg unterhalten, im Unterricht Fragen dazu stellen und teils Angst davor haben, dass der Krieg auch nach Deutschland kommt. Zum Wochenbeginn zeigte aber nun das gesamte Schulzentrum, dass es zusammensteht gegen Gewalt und Krieg. Rund 1000 Schülerinnen und Schüler der Heinrich-Schmitz-Grundschule, der Käthe-Kollwitz-Realschule und des Kopernikus-Gymnasiums stellten rund um das Lintorfer Schulgebäude eine riesige Menschenkette in zwei Reihen auf. Während die eine Reihe gelbe Plakate hochhielt, bildete die anderen Reihe ein blaues Band, sodass von oben betrachtet die ukrainische Flagge sichtbar wurde. Einige Schüler und Lehrer hatten sogar bewusst blaue, gelbe oder auch blau-gelbe Kleidung angezogen.

Die Initiative zur Menschenkette kam von den beiden Oberstufenschülerinnen Marlene Giertz und Mathilda Löhr bei der Sitzung der Schülervertretung (SV) des Gymnasiums knapp eine Woche zuvor. Innerhalb kürzester Zeit entstand in Absprache mit der Schulleitung, den anderen Schulen am Schulzentrum und mit tatkräftiger Unterstützung der SV-Lehrerin, Claudia Kröger, die beeindruckende Aktion auf dem Schulhof.

„Man spürt richtig, dass der Angriff auf die Ukraine die Schülerinnen und Schüler beschäftigt. Viele möchten ihre Solidarität mit den Menschen in der Ukraine zeigen und ihren Teil dazu beitragen, für den Frieden einzustehen“, so beschreibt Kröger die Stimmung in der Schülerschaft. „Mit diesem Zeichen konnten wir all diese Aspekte in einem Symbol zusammenfassen“, so Kröger. Ein Video der Menschenkette findet sich auf der Internetseite des Kopernikus-Gymnasiums.

Friedenszeichen der Lintorfer Gymnasiasten (Foto: privat)

Der Menschenkette des gesamten Schulzentrums waren bereits kleinere Initiativen des Gymnasiums vorausgegangen. So brachten die Schülerinnen und Schüler gelbe und blaue Steine mit, die zu einem Friedenszeichen auf dem Schulhof gelegt wurden. Auch an dieser Aktion beteiligten sich alle Jahrgangsstufen. Ebenfalls hatte die SV zu einer Schweigeminute für den Frieden aufgerufen, die vom Schulsprecher Alexander Hönes über die Lautsprecher eingeleitet wurde.

„Wir lassen als SV wirklich keine Gelegenheit aus, um zu zeigen, dass die Jugend in Lintorf geschlossen für den Frieden steht. Ich würde mir wünschen, dass wir eine Aktion mit allen Ratinger Schulen gemeinsam starten können. Hierfür habe ich bereits die Initiative im Jugendrat ergriffen“, äußerte sich Hönes als Teil der Menschenkette. „Für Frieden sollte man jederzeit einstehen, denn wie es scheint, ist er keine Selbstverständlichkeit mehr. Auch oder gerade, weil wir Schülerinnen und Schüler sind, ist es umso wichtiger, sich gegen Kriege zu positionieren und damit zu zeigen, welche Welt sich junge Menschen wünschen: eine friedliche!“

Fotos: privat