Kommt Käthe-Kollwitz-Realschule nach Lintorf?

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Lintorf. Die Stadtverwaltung schlägt dem Stadtrat vor, den Hauptstandort der Käthe-Kollwitz-Schule (KKS) an das Schulzentrum Lintorf zum nächstmöglichen Zeitpunkt zu verlegen. Nur ein Zug soll am Schulzentrum West als Zweigestelle verbleiben. Derzeit ist es genau anders herum: Ein Zug der KKS ist in Lintorf, zwei in Ratingen-West.

In Ratingen gibt es zwei städtische Realschulen, Käthe-Kollwitz- (vierzügig) und Friedrich-Ebert-Schule (zwei- bis dreizügig), und die vierzügige Liebfrauenschule in kirchlicher Trägerschaft. Während sich neun Züge in Ratingen-Mitte und -West konzentrieren, gibt es nur einen Zug in Lintorf für den gesamten nördlichen Teil, Lintorf, Breitscheid und Hösel, der Stadt.

Mit Blick auf die steigende Nachfrage nach einem Realschulangebot im nördlichen Raum der Stadt und im Hinblick auf die geplanten Neubaugebiete in Lintorf, Breitscheid und Hösel, so die Stadtverwaltung, „ist das Angebot mit einem Zug Realschule nicht ausreichend und befriedigt aktuell bereits nicht den Elternwunsch“.

Die Stadtverwaltung schlägt deshalb vor, einen der beiden Züge der Realschule ans Schulzentrum Lintorf zu verlegen. Da dann der größere Teil der Schule in Lintorf sei, sei auch der Hauptstandort sinnvoll in Lintorf. Allerdings reicht das Raumangebot im Schulzentrum nur, wenn die Heinrich-Schmitz-Grundschule das Schulzentrum verlassen würde. So plant die Stadtverwaltung einen Neubau für die Grundschule.

Eine Gesamtschule in Lintorf hält die Stadtverwaltung dagegen laut der Ratsvorlage für nicht sinnvoll. Sie könnte nur zu Lasten des Kopernikus-Gymnasiums und der Realschule eingerichtet werden. Das würde aber die Attraktivität insbesondere des Gymnasiums schwächen, dessen Dreizügigkeit derzeit nur durch Schüler aus dem benachbarten Düsseldorf gesichert sei.

Der Rat berät in seiner Sitzung am Dienstag, 13. Dezember, 16 Uhr über die Vorlage der Stadt Ratingen.