Kenia-Hilfe: Schuhe für die Schüler

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Lintorf. Vor zehn Jahren gründeten die Lintorferinnen Irmel Hinssen und Doris Jacobs die Ratinga School in Kenia. In diesen Tagen konnten die beiden alle 460 Schüler mit Schuhen ausstatten. Das wurde möglich dank vieler Spenden.

Es ist schon eine besondere Zeit, nicht nur in Deutschland, sondern auch in Kenia. Wegen der Corona-Pandemie bleiben die Touristen aus und vielen Familien fällt die Erwerbsgrundlage weg. Sie können das nötige Geld für den Besuch der Ratinga School nicht aufbringen, obwohl hier der Betrag (330 Euro jährlich) geringer ist als an anderen Privatschulen.

„Das war unsere Forderung, als wir unsere Schule in die Hände der Mecaela Academies gegeben haben“, sagt Irmel Hinssen. Dür die Kenia-Hilfe ist inzwischen die Vermittlung von Patenschaften an bedürftige Schüler der Schwerpunkt ihrer Arbeit. Durch die Wohltätigkeitsläufe der Matthias-Claudius-Schule in Breitscheid und der Johann-Peter-Melchior-Schule in Lintorf konnte in letzter Zeit einige Patenschaften vermittelt werden.

Als jetzt private Geldspenden an die Kenia-Hilfe überwiesen wurden, die nicht für Patenschaften gedacht waren, erinnerten sich Hinssen und Jacobs, dass sich viele Schüler kein festes Schuhwerk leisten können. Sie haben zwar eine Schuluniform, kommen aber oft mit Gummilatschen zur Schule.

Die Josef Seibel Gruppe eröffnete vor einem Jahr in der Nähe der Schule in Ukunda eine Schuhfabrik. Dort werden Schuhe der Marke Romika gefertigt. Geschäftsführer Stefan Wentzel, der auch die Mecaela Academies leitet, will dort junge Menschen nach deutschem Vorbild eine zwölfmonatige Ausbildung zum Schuhfertiger ermöglichen. Ein Teil der Erträge soll in Schülerförderung und Schulausbau investiert werden.

„Wenn wir die Schülerinnen und Schüler der Ratinga School mit festem Schuhwerk versorgen, so ist das doch eine sehr nachhaltige Hilfe“, sagt Doris Jacobs von der Kenia-Hilfe. Der Auftrag wurde erteilt, die Füße der Kinder wurden vermessen. Jetzt wurden den 460 Ratinga-Schülern die neuen Schuhe geliefert.

Foto: privat