Heiligenhaus/Berlin. „Hier würde ich gerne arbeiten“, sagt die 22-jährige Agnessa Krasniqi, als sie ihren Hausausweis beim Betreten des Deutschen Bundestages scannt. Für die junge Frau aus Heiligenhaus ist es ein besonderer Moment. Die Türen öffnen sich und mit ihnen eine Welt, die sie bisher nur aus dem Fernsehen kannte. Möglich wird dies durch ein Praktikum im Büro von Peter Beyer, Außenpolitiker der CDU.
Schon bei der ersten Führung durch das Gebäude wird klar: Der Bundestag ist mehr als ein Ort für Reden und Abstimmungen. Kunstwerke mit starken Botschaften hängen an vielen Wänden. Manche regen zum Nachdenken an, andere erzählen die Geschichte der deutschen Einheit. Überall gibt es etwas zu entdecken. Besonders beeindruckend: die Architektur. Mehrere Gebäude sind unterirdisch und überirdisch miteinander verbunden. Was viele nicht wissen, sorgt bei Krasniqi für großes Staunen.
Ein Höhepunkt der Woche ist der kurze Besuch einer Fraktionssitzung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Auf dem Weg dorthin füllen sich die Flure. Gruppen von Abgeordneten gehen gemeinsam Richtung Sitzungsraum. Die Flure voll mit lauten Gesprächen und viel Gelächter. Vor dem Eingang warten Kameras, Journalistinnen und Journalisten stellen Fragen. Als sich die Tür öffnet, wird es eng.
Vorgestellt wird Krasniqi von Beyer. Ein besonderer Moment. Große Freude kommt auf, als sie dort auf Paul Ziemiak, CDU-Politiker und Bundestagsabgeordneter, trifft. Er erkennt sie wieder, nimmt sich Zeit für ein kurzes Gespräch und ein gemeinsames Foto. „Ich habe ihn als sehr freundlich und offen erlebt“, sagt Krasniqi über den Bundestagsabgeordneten.
Auch Jens Spahn, Fraktionsvorsitzender, begegnet ihr an diesem Tag. Trotz eines vollen Terminkalenders nimmt er sich einen Moment Zeit. Ein schnelles Gespräch, ein gemeinsames Bild. Für die 22-Jährige bleibt auch diese Begegnung unvergesslich.
Was diese Woche besonders macht, ist nicht nur der Blick hinter die Kulissen des Deutschen Bundestages, sondern auch der Austausch mit anderen jungen Menschen. Viele Praktikantinnen und Praktikanten stehen staunend in den Fluren, hören aufmerksam zu und nutzen jede Minute, um Neues zu lernen. Zu sehen, dass andere genauso begeistert sind, schafft sofort eine besondere Verbindung.
Mit großer Freude lernt sie weitere junge Leute kennen, die sich ebenfalls für Politik interessieren. Es entstehen Gespräche über Träume, Ziele und Zukunftspläne. Man tauscht Eindrücke aus, spricht über Begegnungen mit Abgeordneten und teilt die kleinen und großen Gänsehautmomente dieser Tage.
Durch das Praktikantenprogramm des Bundestages bekommen junge Menschen die Chance, Politik und Politiker nicht nur aus dem Unterricht oder aus dem Fernsehen zu erfahren, sondern sie direkt vor Ort zu erleben. Sie dürfen zuhören, mitdenken, Fragen stellen und verstehen, wie Entscheidungen entstehen. Für viele ist es eine Erfahrung, die Mut macht – und vielleicht sogar den Wunsch stärkt, eines Tages selbst Verantwortung zu übernehmen.
Am Ende bleibt ein klarer Wunsch: Wiederzukommen. Vielleicht nicht nur als Besucherin. Vielleicht eines Tages als feste Mitarbeiterin im Deutschen Bundestag oder Abgeordnete.


