Lintorf. Im Bezirksausschuss Lintorf/Breitscheid stand am Mittwoch, 25. Februar, die grundlegende Entscheidung über die künftige bauliche Entwicklung des Schulzentrums Lintorf einschließlich der dortigen Sporthallen auf der Tagesordnung. Mit breiter Zustimmung wurde der Weg für eine umfassende städtebaulich-freiräumliche Weiterentwicklung freigemacht. Grundlage ist die von der Verwaltung vorgelegte Beschlussvorlage (Vorlagen-Nr. 36/2026), die ein integriertes Gesamtkonzept für das gesamte Areal vorsieht. Die Vorlage wurde im Zuständigkeitsbereich des Bürgermeisters erarbeitet, der weiterhin das Amt für Schulverwaltung und Sport verantwortet und damit die strategische Entwicklung dieses zentralen Bereichs maßgeblich vorantreibt.
Für die CDU-Fraktion ist die Entscheidung ein starkes Signal: Ratingen investiert konsequent in Bildung, Sport und die Lebensqualität kommender Generationen. „Wir reden hier nicht nur über Gebäude, sondern über Zukunft“, betont Stefan Heins, Vorsitzender der CDU-Fraktion. „Diese Vorlage ist inhaltlich und konzeptionell überzeugend. Sie zeigt, wie man ein gewachsenes Schulzentrum nicht nur saniert, sondern ganzheitlich weiterentwickelt – als Sport- und Lernlandschaft im Stadtteil. Wer heute in moderne Bildungs- und Sportinfrastruktur investiert, stärkt unsere Stadt langfristig – pädagogisch, sozial und wirtschaftlich.“
Für die Bürger-Union Ratingen führt der sportpolitische Sprecher Christian Koch aus: „Die Parkplatzsituation am White-Bear-Lake-Platz, der Neubau der Heinrich-Schmitz-Grundschule, die fehlenden Möglichkeiten Freisport außerhalb der Sporthallen zu betreiben, all das waren Gründe, die uns dazu veranlassten, einen kompletten Neubau der Sporthallen durch die Verwaltung prüfen zu lassen.“ Mit der Vorlage wird der Neubau zweier Sporthallen und zudem ebenso der Bedarf an fehlenden Sport- und Freiflächen dargestellt.
Im Zentrum steht die empfohlene Vorzugsvariante aus der Entwicklungsstudie: der Neubau moderner Sporthallen, eingebettet in ein Gesamtkonzept aus Freiraumgestaltung, klarer Wegeführung und verkehrlicher Neuordnung. Die Umsetzung soll abschnittsweise erfolgen, sodass Schulbetrieb und Vereinssport durchgängig gewährleistet bleiben.
Statt kurzfristiger Reparaturen setzt das Konzept bewusst auf einen nachhaltigen Neubau mit langfristiger Perspektive. Eine reine Sanierung hätte funktionale und energetische Grenzen sowie eine deutlich geringere Nutzungsdauer. Die Neubauvariante bietet hingegen langfristige Vorteile bei Betriebs- und Energiekosten und schafft Planungssicherheit für Jahrzehnte. Auch wirtschaftlich ist dieser Weg langfristig tragfähig und verantwortungsvoll.
Im Stadtrat soll der Umbau des Schulzentrums in der Sitzung am Dienstag, 14. April, entschieden werden.


