Düsseldorf. Mehr Sichtbarkeit im Straßenraum – und damit mehr Sicherheit: Ab sofort ist die erste Rheinbahn mit neuer roter Frontlackierung im regulären Linienbetrieb unterwegs. Die Hochflur-Bahn des Typs HF6 fährt künftig auf verschiedenen Linien im Netz. Schrittweise erhalten in den kommenden Jahren mehr als 200 Straßen- und Stadtbahnen die markante „rote Schnauze“ mit ergänzendem roten Kontraststreifen.
„Sicherheit ist für uns keine Einzelmaßnahme, sondern eine strategische Führungsaufgabe“, erklärt Rheinbahn-Vorständin Annette Grabbe. „Mit unserer Sicherheitsstrategie 2030 verfolgen wir einen 360-Grad-Ansatz: Wir wollen Risiken erkennen und reduzieren, bevor etwas passiert. Unsere Mitarbeitenden und Fahrgäste sollen bestmöglich geschützt werden – technisch, organisatorisch und kulturell. Die neue Frontlackierung ist ein sichtbares Zeichen dafür, dass wir Sicherheit ganzheitlich denken und konsequent umsetzen.“
Die auffällige Rotlackierung erhöht die visuelle Präsenz der Fahrzeuge im Mischverkehr. Insbesondere an Kreuzungen, bei Abbiege- oder Wendevorgängen oder bei eingeschränkten Sichtverhältnissen sollen die Bahnen schneller wahrgenommen werden. „Unfallanalysen zeigen, dass Bahnen in bestimmten Verkehrssituationen – etwa bei verbotswidrigem oder unachtsamem Linksabbiegen – teilweise zu spät gesehen werden“, erläutert Tomasz Karbowski, Bereichsleiter Fahrzeuge. „Mit dem höheren Rotanteil stärken wir die Außenwahrnehmung unserer Fahrzeuge deutlich. Das ist ein einfacher, aber wirkungsvoller Baustein zur Unfallprävention.“ Ein zweites Fahrzeug im neuen Erscheinungsbild wird in Kürze in den Linienbetrieb gehen.
Die Rheinbahn lässt ihre Maßnahmen für mehr Sicherheit wissenschaftlich begleiten. Und auch die Entscheidung für eine erhöhte Sichtbarkeit stützt sich auf verkehrswissenschaftliche und verkehrspsychologische Erkenntnisse: Studien aus der Unfallforschung belegen, dass auffällige Farbkontraste die Sichtbarkeit von Fahrzeugen deutlich verbessern – insbesondere in komplexen Verkehrssituationen wie an Kreuzungen oder bei Abbiegevorgängen. Eine frühere Wahrnehmung verschafft anderen Verkehrsteilnehmenden mehr Zeit zur Reaktion und kann so das Unfallrisiko senken.


