CDU: Wie wir Carsharing in Ratingen angenommen?

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Ratingen. Der niederländische Anbieter Greenwheels betreibt in Ratingen an drei zentralen Stellen Carsharingfahrzeuge. Zum 30. September stellt die VW-Tochter ihr Geschäft deutschlandweit ein. Die CDU will wissen, wie das Angebot bisher angenommen wurde

Die Verkehrswende ist in aller Munde. Jüngst hat der Kreis Mettmann ein Radverkehrskonzept für bessere Radwege im ganzen Kreis, insbesondere zwischen den Städten, beschlossen – in Ratingen werden zentrale Verbindungen auf den Stand gebracht. Die Westbahn soll West, Tiefenbroich und Lintorf besser an Düsseldorf und Duisburg anbinden und mit der U81 könnte Ratingen in Zukunft eine Anbindung an den Flughafen und Flughafenbahnhof bekommen. Dies wird die Alternativen zum Auto in den kommenden Jahren deutlich verbessern und eventuell einige Ratinger dazu veranlassen, ein Auto abzuschaffen. Trotzdem gibt es einige Wege, für die ein Auto nach wie vor von Vorteil ist.

„Carsharing kann diese Lücke gut füllen: ein günstiges Auto mit eigenem Parkplatz, das unkompliziert gebucht werden kann und als Ergänzung zu ÖPNV und Fahrrad gesehen wird“, erklärt der CDU-Fraktionsvorsitzende und Sprecher im Ausschuss für Stadtentwicklung und Mobilität, Stefan Heins. An drei Orten in Ratingen können Carsharingfahrzeuge ausgeliehen werden: am Bahnhof in Mitte und an den S-Bahnhöfen in Ost und Hösel. Betrieben werden die Fahrzeuge vom niederländischen Unternehmen Greenwheels, eine Tochter des VW-Konzerns. Jüngst wurden die Nutzerinnen und Nutzer allerdings informiert, dass der Service spätestens zum 30. September deutschlandweit eingestellt wird. Stattdessen will VW sich auf die elektrischen Carsharing Angebote in Großstädten fokussieren.

Die CDU möchte die Entwicklung begleiten und wünscht sich Klarheit: In einem Antrag bitten die Christdemokraten um Information aus der Verwaltung, wie Carsharing bisher in Ratingen genutzt wurde. „Wir sehen Carsharing weiterhin als wichtigen Baustein für die Verkehrswende an und als einen Anreiz, auf den Zweitwagen oder gänzlich auf Privat-PKW zu verzichten“, so Heins. Die CDU will nach den Berichten bewerten, wie mit dem Wegfall umzugehen ist.

Foto: privat