Bomberos: Wanderung zu Bierbaums Nagel

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Lintorf. Die Bomberos Lintorf ’95 wanderten jetzt zu Bierbaums Nagel in Borlinghausen im Eggegebierge. Die Freizeitfußballer starteten in Kleinenberg, wo sie beim 90. Jubiläum des SV DJK Blau-Weiß Kleinenberg zum Freundschaftsspiel antraten.

Der markante Aussichtsturm Bierbaums Nagel wurde 1846 errichtet. Das Jahr brachte eine sehr schlechte Ernte. Not kehrte in vielen Häusern ein. Da wandten sich die Bauern und Tagelöhner aus Borlinghausen an den damaligen Gutsherrn Bierbaum um Hilfe. Dieser versprach ihnen zu helfen. Er beschloss, auf der Egge einen Aussichtsturm erbauen zu lassen, von wo der „Herkules“, das Wahrzeichen Kassels, der Geburtsstadt seiner Gattin, zu sehen war. So hatten die Borlinghauser Arbeit und zugleich erfüllte er den Wunsch seiner jungen Frau, die unter großem Heimweh litt.

Wanderführer Markus Glowik führte die Lintorfer Mannschaft entlang des bekannten Klippenwegs und konnte dabei einige spannende Geschichten erzählen.

Aufgrund der letzten trockenen Sommer hatte sich der Borkenkäfer in den Kleinenberger Wäldern explosionsartig vermehrt. Dies hatte zur Folge, das massiv Bäume gefällt werden mussten. Hierdurch hat sich aber die Fernsicht enorm verändert. Wo früher dunkle Tannen standen, reicht der Blick nun über das Eggegebirge. Tatsächlich konnten die Fußballer auch die Dokumenta-Stadt Kassel sehen.

Bei der Wanderung mit dabei waren einige Bewohner der Reha-Einrichtung Maria in der Drucht. Betreiber ist die Caritas Duisburg-Süd. Die dortige Sportanlage nutzen die Fußballer vom TuS 08 Lintorf für ihren Trainingsbetrieb. Mike gefiel besonders der Klippenweg: „Es war wie im Urlaub, einfach nur schön“.

Für einige Flüchtlinge war es der erste Aufenthalt in einem europäischen Mittelgebirge. Sultan Aslan war von der bergigen Kulisse sehr begeistert. „Solche Landschaften gibt es in meiner irakischen Heimat nicht“, so Aslan, der ein wichtiger Bestandteil der Bomberos Lintorf ’95 ist.

Auch das Wetter hielt stand. So konnten die Kicker einige schöne Stunden miteinander verbringen.

Tim Müller fasste die Meinung aller Teilnehmer passend zusammen: „2023 geht es hoffentlich wieder in das schöne Kleinenberg.“

Foto: privat