Alte Synagoge Essen: Ausstellung Dore Jacobs

Werbung

Essen. In der Alten Synagoge Essen läuft noch bis zum 22. März die Ausstellung  „Dore Jacobs und die Kulturen der Körper“. Demnächst ist die Ausstellung Ziel eines Ausflugs mit Ratinger Jugendlichen.

Dore Jacobs wuchs in einem liberalen jüdischen Elternhaus auf und gehörte 1911 zu den ersten Abiturientinnen in Essen. Nach ihrem Studium der Rhythmik und Gehörbildung gründete Dore Jacobs mit anderen den jüdischen Wanderbund „Blau-Weiß“ und 1924 den „Bund – Gemeinschaft für sozialistisches Leben“. Ziel war die Schaffung einer gerechteren Gesellschaftsordnung, in der Männer und Frauen gleichgestellt sein würden.

1933 wurden Dore Jacobs Bund sowie die 1925 von ihr eröffnete Bundesschule verboten. Ab 1944 lebte sie mit falscher Identität in Meersburg. Nach dem Zweiten Weltkrieg kehrte sie nach Essen zurück und nahm ihre Arbeit wieder auf. Bis heute wird ihre Bewegungslehre über das Ruhrgebiet hinaus gelehrt.

Projektträger der Ausstellung ist der FrauenRat NRW e.V. Das Projekt „Frauenorte NRW“ hat zum Ziel, bedeutende weibliche Persönlichkeiten aus der Landesgeschichte sichtbarer zu machen und ihre Errungenschaften ins kollektive Bewusstsein zu rücken.

www.frauenorte-nrw.de

Werbung